Das Verletzungsmuster nach Einführung der A-Junioren-Fußball-Bundesliga in Deutschland im Vergleich zum Senioren-Profi-Fußball

Im Jahre 2003 wurde in Deutschland die A-Junioren-Bundesliga (U19) eingeführt, um in dieser Altersklasse eine erhöhte Leistungsdichte zu erzielen. Es ist das Ziel dieser Arbeit, erstmals das Verletzungsmuster in dieser höchsten Juniorenspielklasse zu analysieren und mit dem einer Profimannschaft zu vergleichen. Hierzu wurden in einer retrospektiven Untersuchung alle Verletzungen und Sportschäden einer Junioren-Bundesliga-Mannschaft über zwei Spielzeiten analysiert, die zu einem Spiel- oder Trainingsausfall geführt haben. Als Vergleichsgruppe diente die Verletzungsstatistik eines Senioren-Profikaders (2. Fußball-Bundesliga), welche über eine Saison erhoben wurde. Insgesamt wurden mehr Verletzungen als Überlastungsschäden gesehen. Beide fanden sich vornehmlich im Bereich der unteren Extremitäten, wobei das obere Sprunggelenk am häufigsten verletzt wurde. Für die A-Junioren wurde eine Verletzungshäufigkeit von 2,35, für die Profis von 2,89 pro 1000 Stunden Fußballspiel ermittelt. Als Folge ergaben sich 15,8 Fehltage bei den Junioren und 17,1 bei den Profis. Junioren, die in der A-Junioren-Fußballbundesliga spielen, sind einem in Art und Ausprägung vergleichbarem Verletzungsmuster wie Senioren-Profi-Fußballspieler ausgesetzt. Es bedarf daher ebenso einer intensiven, professionellen medizinischen Betreuung mit besonderem Schwerpunkt auf der Prävention.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Spielsportarten Nachwuchssport
Veröffentlicht in:Sportverletzung Sportschaden
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2006
Online-Zugang:https://doi.org/10.1055/s-2006-927333
Jahrgang:20
Heft:4
Seiten:192-195
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch