The relationship between muscle cross-sectional area and strength in various isokinetic movements among soccer players

(Der Zusammenhang zwischen Muskelquerschnitt und Kraft bei verschiedenen isokinetischen Bewegungen von Fußballspielern)

Das Ziel der Studie bestand in der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Muskelquerschnitt (CSA) und Muskelkraft bei Kniestreckung und -beugung sowie bei Hüftabduktion und -adduktion bei gut trainierten Fußballspielern. Methode und Durchführung: An der Studie nahmen 14 Fußballer (Universitätsmannschaften) teil, die entsprechend ihren Fähigkeiten in zwei Gruppen aufgeteilt wurden: Gruppe A: Leistungsfähigkeit überdurchschnittlich, Gruppe B: Leistungsfähigkeit durchschnittlich. Mittels eines isokinetischen Dynamometers wurden die maximale isokinetische und die konzentrische Muskelkraft bei Kniestreckung, Kniebeugung, Hüftstreckung, Hüftbeugung sowie Hüftabduktion und -adduktion bei 1,57 und 4,19 rad/s sowohl am dominanten als auch am nicht dominanten Bein ermittelt. Mittels MRT wurden die CAS von Oberschenkel, M. Gluteus und M. Iliopsoas berechnet. Ergebnisse: Es wurden keine signifikanten Unterschiede bezüglich Muskelquerschnitt oder isokinetischer Kraft im Vergleich der beiden Gruppen festgestellt. Obwohl es einige statistisch signifikante Unterschiede zwischen dem dominanten und dem nicht dominanten Bein hinsichtlich CSA und Kraft gab, waren diese recht klein und können vernachlässigt werden. Neben einem nicht signifikanten Zusammenhang zwischen den Muskelquerschnitten der Adduktoren und der Hüft-Adduktorenkraft gab es eine Korrelation der CSA der anderen Muskelgruppen mit der maximalen isokinetischen Kraft. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse zeigen, dass unter gut trainierten Fußballspielern keine Unterschiede in den Muskelcharakteristika (betreffs Muskelquerschnitt und Kraft) festzustellen sind, selbst nicht zwischen dominantem und nicht dominantem Bein. Außerdem ist es so, dass die anatomische Funktion eines Einzelmuskels (oder einer Muskelgruppe) nicht vom Verhältnis Kraft-CSA in Abhängigkeit von den Bewegungen (wie Hüftadduktion - CSA des Adduktors) reflektiert werden darf. Es bedarf weiterer Untersuchungen zur Entwicklung von Bewertungsmethoden der neuromuskulären Funktion in Beziehung zur Muskelmorphologie bei Fußballern.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Spielsportarten
Veröffentlicht in:Journal of Sports Sciences
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2003
Ausgabe:London 21(2003)10, S. 851-858, 2 Abb., 4 Tab., zahlr. Lit.
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel