Fußball: Stabilisationstraining
Natürlich wollen Spieler aus allen Ballspielen gerne auf dem grünen Rasen oder auf dem Spielfeld in der Sporthalle eines - spielen. Natürlich gehören Situationen, in denen Spieler in instabile Körperlagen geraten oder gebracht werden, zu den meisten dieser Sportarten - Zweikämpfe oder Sprünge nach bzw. mit dem Ball mit den nachfolgenden Landungen sind hier nur zwei typische Beispiele. Sich auf diese oftmals in einem sehr hohen Tempo entstehenden und ablaufenden Situationen, in denen neben dem eigenen Körper auch der des Mit- und Gegenspielers wirken kann, vorzubereiten, war lange Jahre nicht populär. Doch mit einem weiter zunehmenden Spieltempo ist die Notwendigkeit spürbar gewachsen, dem Körper durch gezieltes Training die Fähigkeit anzutrainieren, auch in solchen Situationen in einer stabilen Position zu bleiben, um sich weiter korrekt und schnell orientieren zu können, aber auch um unter diesen Druckbedingungen eine bestimmte sportliche Technik weiter erfolgreich ausführen zu können.
Da es sich hier um dynamische Situationen handelt, in deren Verlauf sich Anforderungen an Kraft oder Gleichgewicht schnell ändern können, ist ein traditionelles Krafttraining nur selten eine geeignete Wahl. Das hier vorgestellte Stabilisationstraining hingegen orientiert sich nicht nur auf die muskuläre Stärkung großer Muskeln, sondern setzt einen weiteren Trainingsschwerpunkt in der Einbeziehung und Feinabstimmung tiefer liegender, kleiner Muskeln. Ein typisches Beispiel dafür ist das sogenannte propriozeptive Training, in dem der Fokus auf die Gleichgewichtsfähigkeit unter dynamischen Konditionen gelegt wird. Grundsätzlich werden vier übergreifende Ziele mit dem Stabilisationstraining verfolgt:
- eine sichere, korrekte Bewegungsausführung
- die Prävention von Verletzungen
- die Vermeidung von Überlastung
- die zielgerichtete und schnelle Rehabilitation nach Verletzungen.
Für ein erfolgreiches Stabilisationstraining gibt es verschiedenste Übungsmöglichkeiten, mit und ohne Partner, mit und ohne Trainings- oder Hilfsgerät, im Freien, in der Sporthalle, im Fitness-Studio. Eine reichhaltige Auswahl von Übungen, die insbesondere im Fußball eingesetzt werden können (aber zweifelsohne auch in anderen Sportarten, insbesondere Ballspielen genutzt werden können), bildet den Praxisteil des vorliegenden Buchs. Sehr nützlich sind die vielen Varianten an Übungen mit den unterschiedlichsten Geräten (Matten, Bälle, Bretter, Bänder, Seile, Hanteln, Geräte aus dem Gerät- und Trampolinturnen), nach denen je nach Verfügbarkeit unter den konkreten Bedingungen einer Trainingsgruppe die geeigneten ausgewählt werden können. Für jede der Übungen gibt es eine kurze verbale Beschreibung sowie ein illustrierendes Foto.
Im folgenden Kapitel setzen sich die Autoren mit den unterschiedlichen Anforderungen von Torhütern und Feldspielern im Fußball auseinander und demonstrieren die praktischen Konsequenzen für die Übungsauswahl im Stabilisationstraining. Erste Hinweise gibt es für den interessierten Leser letztlich auch für die Trainingsschwerpunkte in den unterschiedlichen Phasen einer Trainings- und Wettkampfsaison hinsichtlich den methodischen Konsequenzen für das Stabilisationstraining.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Spielsportarten Trainingswissenschaft |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Aachen
Meyer & Meyer
2010
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| Ausgabe: | Aachen: Meyer & Meyer, 2010.- 171 S. |
| Online-Zugang: | https://www.amazon.de/s?k=Fussball:%20Stabilisationstraining |
| Seiten: | 171 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | mittel |