Psychophysiological stress in judo athletes during competitions

(Psycho-physiologische Belastung von Judoka im Wettkampf)

Die Studie untersuchte das Verhältnis zwischen psycho-physiologschen Parametern durch Vergleichen der physiologischen Reaktionen (Speichel-Kortisol- und -Testosteron-Konzentration) und psychologischer Reaktionen (ermittelt über CSAI-2 und STAY) vor Judowettkämpfen im Vergleich regionale vs. überregionale Ebene. Methode und Durchführung: An den Untersuchungen waren 12 männliche Judoka der überregionalen Ebene beteiligt. CSAI-2- Messungen wurden vor zwei Wettkämpfen durchgeführt, Speichelproben zu drei verschiedenen Zeitpunkten auf Kortisol und Testosteron untersucht: während eines Ruhetages (Basiswert) sowie vor und nach den beiden Wettkämpfen. Während einer stressfreien Ruhephase erfolgten die STAY-Untersuchungen zur Ermittlung der Angst aus der Sicht der Sportler. Ergebnisse: Bei überregionelen Meisterschaften waren kognitive und somatische Angst höher als bei regionalen Meisterschaften, wohingegen das Selbstvertrauen bei den überregionalen Meisterschaften signifikant niedriger war. Die Kortisonspiegel stiegen während beider Wettkämpfe stark an (etwa das 2,5-fache vom Ruhewert). Bei den Testosteronwerten zeigten sich keine Veränderungen. In beiden Wettkämpfen wurde ein positiver Zusammenhang zwischen den Angstkomponenten (somatische und kognitive Angst) und dem Kortisol beobachtet. Schlussfolgerung: Speichelkortisol stellt zusammen mit den Angstkomponenten einen sensibleren Index für den physiologischen Stress dar als die Testosteronkonzentration.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Kampfsportarten
Veröffentlicht in:The Journal of Sports Medicine and Physical Fitness
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2001
Ausgabe:Torino 41(2001)2, S. 263-268, 3 Tab., 34 Lit.
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel