Judo Nage-No-Kata

Während der Judosport dank seiner inzwischen jahrzehntelangen Präsenz im nationalen und internationalen Wettkampfsport bis hin zu den Olympischen Spielen eine sehr gute Anerkennung erlangt hat und die Wettkampfregeln mit Ippon oder Yuko, Hebel, Opferwürfen oder Würgegriffen immer mehr Sportinteressierten bekannt ist, sind die Kenntnisse über das Judotraining sicherlich oftmals eher bescheiden. Das mag nachvollziehbar sein, sind doch die Techniken mit ihren japanischen Bezeichnungen oftmals für den "Laien" ein Buch mit sieben Siegeln. So ist sicherlich nicht bekannt, dass man die grundlegenden sporttechnischen Formen in Nage-no-Kata (Wurftechniken), Katame-no-Kata (Bodentechniken) und Gonose-no-Kata (Gegenwürfe) untergliedert. Hinzu kommen noch fünf weitere, höhere, theoretische Katas (der klassischen und modernen Selbstverteidigung, der Geschmeidigkeit, der fünf Symbole und der antiken Selbstverteidigung). Auf dem weg zu einem "richtigen" Judoka gilt, es diese schrittweise zu erlernen und unter Wettkampfsituationen flexibel einsetzen zu können. Im vorliegenden Buch widmen sich die beiden Autoren dem Üben der Grundlagen der Wurftechniken. Deren Beherrschung und Demonstration sind die Voraussetzung dafür, dass ein Judoka den 1. Dan verliehen bekommen kann. Es geht um die Erlernung von 15 Judowürfen, die beidseitig ausgeführt werden müssen. Sie sind nochmals unterteilt in fünf Wurfgruppen: - Handwürfe (wie den Seoi-nage), - Hüftwürfe (wie den Harai-goshi), - Fußwürfe (wie den Uchi-mata), - gerade Opferwürfe (wie den Tomoe-nage) und - seitliche Opferwürfe (wie den Yoko-guruma). jeder der 15 Würfe wird im Buch schrittweise entwickelt, es werden Ausgangssituationen beschrieben, die Aktionen des Angreifers und des Verteidigenden beschrieben (und fotografisch illustriert). Dabei wird sehr viel Wert auf technische Details der Bewegung gelegt, ist doch die Bewegungsgenauigkeit ein Schlüssel zum Erfolg. Sehr interessant und wichtig sind ebenfalls die vorgestellten Übergänge zu weiteren Würfen, da dies einem dynamischen Wettkampfverlauf mit schnell wechselnden Kampfsituationen entspricht. Eingerahmt werden diese Präsentationen von grundlegenden Judotechniken durch die für das Judo traditionell bedeutsamen Zeremonien zum Beginn des Wettkampfs bzw. zur Begrüßung des sportlichen Opponenten sowie zum Wettkampfabschluss.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Spielsportarten Trainingswissenschaft
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Aachen Meyer & Meyer 2008
Ausgabe:Aachen: Meyer; Meyer; 2008. - 115 S.
Online-Zugang:https://www.amazon.de/s?k=Judo%20Nage-No-Kata
Seiten:115
Dokumentenarten:Buch
Level:mittel