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Die Komponenten der sportlichen Leistung im Synchroneiskunstlaufen

Synchroneiskunstlaufen ist die jüngste vom internationalen Eissportverband anerkannte Eiskunstlaufdisziplin, bei der ein Team aus 16 Läufern und Läuferinnen verschiedene Schritte, Elemente und Formationen zu ausgewählter Musik am Eis vorführt. Dadurch, dass es sich um eine sehr junge Sportart handelt, gibt es bisher nur eine sehr geringe Anzahl an wissenschaftlichen Publikationen. Aus diesem Grund hat die vorliegende Arbeit das Ziel, die Komponenten der sportlichen Leistung im Synchroneiskunstlaufen zu untersuchen und zu gewichten. Auch sollen Vergleiche mit anderen Sparten des Eiskunstlaufens, wie dem Einzel-, Paarlauf und Eistanzen, angestellt und Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede im Anforderungsprofil und in den leistungsrelevanten Merkmalen aufgezeigt werden. Die wissenschaftliche Fragestellung, die sich daraus ableiten lässt, lautet daher: Aus welchen Komponenten setzt sich die sportliche Leistung im Synchroneiskunstlaufen zusammen und wie können diese gewichtet werden? Anzunehmen ist, dass für die Leistung im Synchroneiskunstlaufen, wie Mauer (1990, S. 11) und Schönmetzler (1981, S. 5) für die Leistung im Einzeleiskunstlaufen feststellten, ein hohes Maß an Vielseitigkeit, das heißt eine überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit in den Bereichen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination notwendig ist. Da es sich bei dieser Sportart um eine technisch-kompositorische handelt, ist weiters zu beachten, dass ein hohes Niveau der künstlerischen Fähigkeiten, wie der Musikalität, des Ausdrucks und der Kreativität von Bedeutung ist. Die wissenschaftliche Fragestellung wird in dieser Arbeit hermeneutisch aufgearbeitet, indem untersucht wird, welche Voraussetzungen die Sportler und Sportlerinnen mitbringen müssen, um im Synchroneiskunstlaufen erfolgreich zu sein. Der derzeitige Wissenstand in dieser Sportart ist defizitär, da in der Literatur zur Zeit lediglich zwei wissenschaftliche Publikationen, die sich mit dem Synchroneiskunstlaufen beschäftigen, zu finden sind. Diese untersuchen jedoch andere Fragestellungen. So beschäftigt sich die Publikation von Dubravicic-Simunjak, Kuipers, Moran, Simunjak und Pecina (2006) mit den Verletzungen im Synchroneiskunstlaufen und die Veröffentlichung von Ziegler, Kannan, Jonnalagadda, Krishnakumar, Taksali und Nelson (2005) mit der Nahrungsaufnahme und den Körperbildern von Synchroneiskunstläuferinnen. Auf Grund des Mangels an vorhandener Literatur, die sich mit den Komponenten der sportlichen Leistung im Synchroneiskunstlaufen beschäftigt, soll die Aufarbeitung dieser, in Anlehnung an Sportarten, die ähnliche Anforderungen aufweisen, angestellt werden. Das erste Kapitel beinhaltet eine Einführung in die Sportart Synchroneiskunstlaufen, wobei kurz auf die Geschichte, die Charakteristik und das Bewertungssystem eingegangen wird. Im zweiten Kapitel werden zunächst die Begriffe der sportlichen Leistung und der Leistungsfähigkeit geklärt und das Modell der sportlichen Leistungsstruktur angeführt, auf dem die folgenden Überlegungen aufbauen. Basierend auf diesem Modell werden sodann im darauf folgenden Kapitel die einzelnen Komponenten der Leistungsfähigkeit jeweils definiert, in Untergruppen strukturiert, Zusammenhänge zu anderen Sportarten bzw. -disziplinen hergestellt und die Bedeutung für das Synchroneiskunstlaufen erörtert. Im letzten Kapitel werden die gewonnen Erkenntnisse schlussendlich übersichtlich in einer Zusammenfassung dargestellt.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:technische Sportarten
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Wien Universität Wien 2009
Online-Zugang:http://othes.univie.ac.at/6590/1/2009-08-28_0121055.pdf
Seiten:81
Dokumentenarten:Dissertation
Level:mittel