Körperbild und Körperzufriedenheit im Leistungssport

Die Rolle des Leistungssports in der Genese von Essstörungen wurde in den letzten Jahrzehnten zunehmend kontrovers diskutiert. Insbesondere im Bereich der ästhetischen Sportarten existieren widersprüchliche Befunde. Ziel unserer Studie ist daher die Erfassung essstörungsrelevanter Psychopatholo-gie bei Eiskunstläuferinnen (EKL) auf Bundes-kaderniveau als Vertreter ästhetischer Sportarten. Besondere Berücksichtigung findet hierbei die Untersuchung des Körperbilds und der Körperzufriedenheit. Als Vergleichsgruppen dienten Patientinnen mit Anorexia nervosa (AN) sowie eine gesunde Kontrollgruppe (KG). Die Ergebnisse zeigen, dass keine der EKL das Vollbild einer klinischen Essstörung aufweist. Zudem ergaben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen EKL und der KG in Bezug auf das Körperbild und die Körperzufriedenheit, jedoch deutliche Unterschiede im Vergleich zu den Patientinnen mit AN. Unsere Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer differenzierten Analyse und sorgfältigen Diagnostik sportspezifischer Aspekte bei Betrachtung von essstörungsrelevanter Psychopathologie im Leistungssport.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin technische Sportarten
Tagging:BMI
Veröffentlicht in:Sportwissenschaft
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2010
Online-Zugang:http://www.springerlink.com/content/0342-2380/40/4/
Jahrgang:40
Heft:4
Seiten:262-267
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch