Zur Leistungsentwicklung und zu biomechanischen Grundlagen bei Sprüngen mit Mehrfachdrehungen um die Körperlängsachse im Eiskunstlauf

Die sportliche Technik von Sprüngen mit Mehrfachdrehungen um die Körperlängsachse ist ein wesentlicher Bestandteil der sportlichen Ausbildung im Eiskunstlauf; dementsprechend ist die Analyse der Sprünge ein Forschungsschwerpunkt. Neben dem Vertikalimpuls beeinflußt der Drehimpuls maßgeblich die Qualität der Sprünge mit Drehungen um die Körperlängsachse. Während der Vertikalimpuls unproblematisch aus der Flugparabel ermittelt werden kann, stellt die Berechnung des Drehimpulses ein weitaus größeres Problem dar. Der Drehimpuls als eine im Raum ausgerichtete Größe bestimmt im Moment des Absprunges maßgeblich die weitere Drehung und entscheidet über den Erfolg des Sprunges. Wenn die Richtung des Drehimpulses beim Abflug von der Richtung der Körperlängsachse abweicht, ergeben sich unerwünschte Wirkungen: 1. Verluste bezüglich des Betrages des Drehimpulses um die Längenachse treten auf und 2. Anteile des Drehimpulses werden in den Querachsen des Körpers aktiv. Mit einem Verfahren, das den Drehimpuls als vektorielle Größe räumlich darstellt, besteht die Möglichkeit - Fehlerursachen für ein unerwünschtes Kippen der Körperlängsachse aufzudecken und - allgemeingültige Orientierungen für sporttechnische Leitbilder zu kennzeichnen. Anhand eines Beispieles wird das Vorgehen zur Ursachenfindung für das Mißlingen des schwierigsten Dreifachsprunges, des Dreifachaxels, dargelegt.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Naturwissenschaften und Technik technische Sportarten
Veröffentlicht in:Zeitschrift für Angewandte Trainingswissenschaft
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Aachen 1997
Online-Zugang:https://open-archive.sport-iat.de/sponet/178437.pdf
Jahrgang:4
Heft:1
Seiten:70-84
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch