Entwicklungstendenzen im Eisschnellauf, Olympiazyklus 1998-2002
Wurde vor vier Jahren eingeschätzt, dass der Eisschnelllaufsport einen Progress erfuhr, der "einmalig in der Geschichte dieser Sportart ist", so kann heute konstatiert werden, dass sich die rasante Entwicklung der Leistungen im Olympiazyklus 1998-2002 fortgesetzt hat. Dies beweisen die Steigerung von Sieg- und Bestleistungen wie auch die Weltrekordentwicklung in den seit vielen Jahren unverändert gebliebenen zehn olympischen Disziplinen. Die deutschen Sportlerinnen und Sportler konnten wiederum diesen internationalen Trend mit vollziehen, wobei die deutschen Damen international dominierten. Leistungsgrenzen sind nach wie vor nicht zu erkennen. Während 1998 die Einführung eines neuen Sportgerätes (Klappschlittschuh) als Hauptgrund für den Leistungsprogress galt, ist im Olympiazyklus 1998-2002 unter anderem die Reizwirksamkeit der Trainingssysteme als wichtige Ursache für die weitere Leistungssteigerung zu sehen. So wurden durch reizwirksames Training (Jahrestrainingsaufbau) einerseits die konditionellen Fähigkeiten weiterentwickelt und andererseits die koordinativ-technischen Fertigkeiten, vor allem hinsichtlich einer immer effektiveren Ausnutzung des Sportgerätes, vervollkommnet.
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| Notationen: | Ausdauersportarten |
| Veröffentlicht in: | Zeitschrift für Angewandte Trainingswissenschaft |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Aachen
2002
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| Online-Zugang: | https://open-archive.sport-iat.de/sponet/181066.pdf |
| Jahrgang: | 9 |
| Heft: | 1 |
| Seiten: | 103-126 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |