Das Ausdauertraining bei Inline-Skatern
Beim Ausdauer-Inlineskaten finden sich geringere Laktatkonzentrationen als beim Laufen (5, 6).
Mögliche Ursachen:
- Skater mit geringem Technikniveau können nicht so schnell skaten, wie sie metabolisch dazu in der Lage wären.
- Skater mit hohem Technikniveau können aufgrund der Verkehrsbedingungen (andere Verkehrsteilnehmer, nicht einsehbare Kurven, etc.) nicht so schnell skaten, wie sie metabolisch dazu in der Lage wären.
- Der Energieverbrauch beträgt bei gleicher Geschwindigkeit nur ein Drittel bis die Hälfte dessen beim Laufen (4), was besonders bei Personen mit schlechter Ausdauerleistungsfähigkeit zu geringeren Laktatkonzentrationen führt.
Im Gegensatz zum Laufen, wo geringere Trainingslaktatkonzentrationen bei höherem Trainingumfang und gleichzeitig schnellerer Trainingslaufgeschwindigkeit gefunden werden (2), ist dies bei den von uns untersuchten ILS nicht zu beobachten.
Möglicherweise kann die mit höherer Skategeschwindigkeit zunehmende Hüftbeugung hierauf einen Einfluß haben. Höhere Laktatkonzentrationen beim Skaten mit Hüftbeugung auf dem Laufband im Vergleich zur aufrechten Körperposition bei gleicher Geschwindigkeit wurden in der Untersuchung von Rundell (3) gefunden. Auch in der bewegungsverwandten Sportart Eisschnellaufen wurden hohe Werte für das maximale Laktat-steady-state von durchschnittlich 6,6 mmol/l ermittelt (1).
Schlußfolgerung: Bei Inline-Skatern liegen die Trainingslaktatkonzentrationen durchschnittlich niedriger als beim Laufen. Mit schnellerer Skategeschwindigkeit können bei höheren Trainingsumfang höhere Laktatkonzentrationen auftreten.
| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Ausdauersportarten |
| Sprache: | Deutsch |
| Online-Zugang: | http://www.ruhr-uni-bochum.de/spomed/Inline/Ausdauertraining.htm |
| Dokumentenarten: | elektronische Publikation |
| Level: | mittel |