Olympic Fairness and the last inner track
(Olympische Fairness und die letzte Innenbahn)
Zur Problematik der Innen- und Außenbahn bzw. der Annahme, die Innenbahn am Ende wirkt sich negativ auf die Leistung im Eisschnellaufen aus. Es wird der Frage nachgegangen, ob es einen tatsächlichen, meßbarebn Unterschied (und damit Nachteil für die Hälfte aller Läufer eines Teilnehmerfeldes) gibt und wenn Ja, wie groß dieser ist
Die Läufer, die am Ende die Innenbahn zu benutzen haben, müssen am Schluß des Rennens, also zu einem Zeitpunkt, wo die Geschwindigkeit Spitzenwerte erreicht hat und Ermüdungserscheinungen auftreten, aufgrund des um etwa 4 m geringeren Innenradius eine höhere Beschleunigungskraft realisieren. So benötigt ein 90 kg schwerer Läufer bei einer Spitzengeschwindigkeit von z.B. 55 km/h auf der Innenbahn einen Kraftaufwand von 80 kp, auf der Außenbahn dagegen nur 70 kp. Viele Läufer haben aus diesem Grund Probleme, die Kurve optimal zu durchlaufen oder gleiten gar in die Außenbahn ab.
Neben dem Auftreten technischer Fehler legen die Läufer damit einen weiteren, zusätzlichen Weg zurück. Dieses Phänomen ist insbesondere auf schnellen Bahnen oder Bahnen mit minimalen Kurvenradien auffällig (z.B. moderne Eislaufhallen).
Der Einfluß der letzten Innenbahn scheint bei den Männern deutlich signifikanter zu sein als bei den Frauen, was an unterschiedlichen Körperbaucharakteristika liegen kann.
Die ISU hat auf das Problem bereits mit der Einführung eines zweiten Laufs im Sprint reagiert, für dessen Durchführung gibt es verschiedene Realisierungsmöglichkeiten.
© Copyright 1998 Speedskating World. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Ausdauersportarten |
| Veröffentlicht in: | Speedskating World |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
1998
|
| Ausgabe: | Kesteren (1998)4, S. 15-17 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch mittel |