Systemisches Prozess-Coaching im DHoB

Einem Modell vernetzt und rekursiv zusammenspielender, leistungsbestimmender Komponenten (Klöckner, 2017b), deren Prozesse oft nur eingeschränkt beobachtbar und für Trainer kaum entschlüsselbar sind, stellt der systemische Denkansatz die autonomen Koppelungen biologischer, psychischer und sozialer Teilsysteme gegenüber (Klöckner, 2017a) (Abb.1). Systemische Kompetenz führt DHB-Trainer schrittweise dahin, ihr "Trial and Error" als eine realistische - weil der Komplexität eines Sportspiels entsprechende - Arbeits"methodik" zu verstehen und wertschöpfend zu nutzen. Sie lernen, ihre Videoanalysen neben den kognitivtaktischen Inhalten mit personalen und sozialen Intelligenzen zu kombinieren. (Klöckner, 2018). Ergänzend zu Einzelgesprächen moderieren sie Kleingruppen-Gespräche, in denen sich Spielerinnen und Spieler ihre "Wirklichkeitsentwürfe" als Feedback anbieten, zur Disposition stellen und damit das Wissen des sozialen Systems Mannschaft kontinuierlich im Sinne von Beobachtungen 2. Ordnung "aufladen". Sprich: nicht mehr die einzelne, subjektive Sichtweise, sondern gemeinsam reflektierte Wirklichkeiten bestimmen die Spielintelligenz einer Mannschaft.
© Copyright 2018 BISp-Jahrbuch Forschungsförderung 2017/18. Veröffentlicht von Eigenverlag. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft Spielsportarten
Veröffentlicht in:BISp-Jahrbuch Forschungsförderung 2017/18
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Bonn Eigenverlag 2018
Online-Zugang:https://my.page2flip.de/15646901/16713668/16713670/html5.html#/164
Seiten:163-165
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch