Individuelle Abwehrschulung
Gleich ob im Frauen- oder Männerbereich: Die Integration von Talenten aus dem Jugendbereich ins Aktivenlager ist schwierig. Nicht weil es den Sportlern an athletischen Voraussetzungen fehlt; sie sind oftmals nicht einsetzbar, weil sie neben mangelnder Kreativität und fehlendem Variantenreichtum (Würfe und Pässe) vor allem im Spiel 1 gegen 1 (Angriff und Abwehr) zu viele Schwächen offenbaren. Insbesondere das Verhalten in der Mann-gegen-Mann-Verteidigung auf den Außen- oder den offensiven Verteidigungspositionen ist unzureichend.
Konsequenz dieser Feststellung muß sein, bereits den Nachwuchs im individuellen Bereich besser auszubilden, ihn im Training und Spiel stärker zu fordern, um ihn optimal zu fördern.
Diese Aussage wird noch von den Beobachtungen im Spielbetrieb gestützt. Die Praxis in vielen Vereinen sieht so aus, daß bereits bei den Jüngsten zumeist eine defensive 6:0-Abwehrformation gespielt wird. "Diese Abwehrtaktik ist momentan effektiv und erfolgreich. Handball spielen reduziert sich dabei aber auf fünf Spieler, die von einem Tor zum anderen traben, um den einen Guten anzuspielen, der aus jeder Position auf das Tor wirft" (EULER, ht 2/92, S.19). Variabilität in der Taktik soll dadurch erzeugt werden, daß die Abwehr den einen "guten" Spieler in Manndeckung nimmt und die anderen Spieler defensiv bekämpft.
Fraglich ist aber, ob das Ziel einer optimalen individuellen Abwehrschulung mit einem defensiven Abwehrverhalten zu erreichen ist.
auch http://www.handballnetz.de/Lehrwesen/IndividuelleAbwehr.html
© Copyright 1996 Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Nachwuchssport Spielsportarten |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
1996
|
| Online-Zugang: | http://www.bergstrasse.de/handballkreis/abwehr1.html |
| Dokumentenarten: | Lehrangebot und didaktisches Material |
| Level: | mittel |