Hand- und Armhebel für alle Kampfsportarten
Spektakulär sind sie und auch effektiv, wenn sie technisch gekonnt im Wettkampf eingesetzt werden: Die Hebeltechniken in asiatischen Kampfsportarten. Was aber auf den ersten Blick aussieht, als ob es als sportliche Technik sehr einfach und schnell zu erlernen sei, zeigt sich beim genaueren Hinsehen und im leistungsorientierten Training als sehr komplexer und dynamischer Bewegungsablauf, der letztlich auch einige Risiken beinhaltet. Denn Hebeltechniken müssen sowohl innerhalb vorbereitender und dann auch ausführender Bewegungsfolgen in der kämpferischen Auseinandersetzung mit einem Gegner erlernt und beherrscht werden. Sie müssen nahezu intuitiv angesetzt werden, wenn sie entweder gezielt vorbereitet oder unerwartet, wenn der Gegner eine Möglichkeit "anbietet", zum Einsatz kommen können, um die Auseinandersetzung schnell zu beenden. Das wiederum ist das Ziel, durch diese Techniken, durch die durch sie verursachten Schmerzempfindungen den Gegner zur Aufgabe zu zwingen. Um das zu erreichen müssen verschiedenste Hand- und Armhebeltechniken in ihrer Basisversion im Training erlernt, durch regelmäßiges Training gefestigt, in verschiedensten Kampfsituationen erprobt und angewendet werden, um sie zum festen Technikrepertoire eines Kampfsportlers im Judo oder Jiu-Jitsu, im Taekwondo oder Karate zu machen. Dabei ist zu beachten, dass die anatomischen Voraussetzungen eines Kampfsportlers einen beachtenswerten Einfluss auf die individuelle technische Bewegungslösung haben, dass auch technische Vorlieben und das individuelle Kraftniveau wichtige Aspekte der Ausführung von Hebeltechniken darstellen.
In ihrer Übersicht zu typischen Hebeltechniken in asiatischen Kampfsportarten stellen Stefan Reinisch und Harald Marek 20 Handhebel, 6 Ellbogenhebel im Stand, 9 Schulterhebel im Stand, 5 Ellbogenhebel am Boden und 3 Schulterhebel am Boden vor. In einer Kombination verbaler und fotografischer Informationen erklären sie anhand der Bewegungseckpunkte, der Vorbereitung wichtiger Bewegungen und deren korrekter Ausführung wie diese Hebeltechniken erfolgreich zum Einsatz gebracht werden können. Für ein besseres Verständnis der dabei wirkenden Kräfte und der Strukturen des Menschen, auf die diese Kräfte wirken, wurde ein kurzes einführendes Kapitel vorgeschaltet, in dem die anatomischen Verhältnisse in den betroffenen Gelenken (Hand, Ellbogen, Schulter) erläutert werden.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Kampfsportarten Trainingswissenschaft |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Stuttgart
Pietsch
2011
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| Ausgabe: | Stuttgart: Pietsch, 2011. - 223 S. |
| Seiten: | 223 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | mittel |