Boxen basics. Training, Technik, Taktik
Dank der Erfolge deutscher Amateurboxer in den neunziger Jahren des zurück liegenden Jahrtausends und der sich daran anschließenden "Wiedergeburt" des nationalen Berufsboxens, verbunden mit Namen wie Henry Maske, Sven Ottke oder Marcus Beyer, hat sich das Interesse am Faustkampf in Deutschland sehr stark entwickelt. Insbesondere Boxveranstaltungen der Profis füllen große Hallen und fesseln Millionen an den Fernsehern.
Bevor es aber dazu kommt, dass die Boxstars ihr Können ihrem Publikum zeigen können, müssen sie eine lange, oftmals sehr anstrengende und viele Facetten ihrer körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit herausfordernde und fördernde sportliche Entwicklung durchlaufen. Hinzu kommt, dass der Zweikampf im Seilgeviert neben Kraft, Technik oder Ausdauer auch ein hohes Niveau psychischer, motivationaler oder mentaler Fähigkeiten erfordert. Gerade dieses Zusammenspiel von Körper und Geist mit den spezifischen Kennzeichen des Boxsports, der mit nur einem gekonnten Schlag ein plötzliches Ende finden kann, macht die Faszination aus, die sowohl die SportlerInnen als auch die ZuschauerInnen in ihren Bann zieht.
Auch wenn der Boxsport ein hohes Maß an Ernsthaftigkeit in Training und Wettkampf erfordert, bedeutet das nicht, dass nicht im Kinder- und Jugendsport (auch sicherlich auch in höheren Altergruppen und bei gestiegenem Leistungsniveau) das Training spielerisch, motivierend und sehr abwechslungsreich erfolgen sollte. Gerade die Anfänger sollen die Sportart als faszinierend erleben, sollen sie für sich entdecken und das Spannende und Herausfordernde des Boxsports erkennen. Diesem Ansatz folgt auch der Einstieg in das Training von Siegfried und Ulf Ellwanger. Sie im Übungskapitel vorgestellten Ideen zur Trainingsgestaltung widmen sich dem Thema "Boxen spielend erlernen" und sollen demonstrieren, wie viel Erlebnis und Spaß mit einem vielseitigen Training verbunden sein können - und wie dieses Training gleichzeitig zur Erlernung boxerischer Grundfertigkeiten führt. Erst in dem sich anschließenden Technikkapitel geht es um Beinstellungen, Körperhaltung, das Abfangen gegnerischer Angriffsaktionen oder das Blocken von Schlägen. Natürlich werden auch die eigenen Angriffsaktionen wie der Einsatz der Führhand, die Gerade oder der Haken vorgestellt und Empfehlungen für die Ausprägung der Schlaghärte gegeben. Eng verbunden mit dem Einsatz dieser Boxtechniken ist eine geeignete Kampftaktik, mit der der Opponent beherrscht werden soll - orientiert man zum Beispiel auf den Nahkampf oder wie kämpft man gegen körperlich kleiner oder größere Boxer. Nachdem diese wichtigen Grundfragen angesprochen und dafür Trainingsideen vorgestellt wurden, werden 15 Entwicklungsschritte vorgestellt, die ein Boxer durchlaufen sollte. Diese beginnen mit dem Boxen aus dem Stand über den Stoß und den Schritt nach vor über die Möglichkeiten der Treffervermeidung bis zum Mitschlagen oder Nachschlagen während eines Kampfes.
Die Vorstellung geeigneter, typischer Trainingsgeräte wie dem Sandsack, die Plattformbirne oder den Pratzen schließen diese Kapitel ab.
Dem wachsenden Interesse von Fitness-Studios am Boxen geschuldet ist das eigenständige Kapitel zum Fitneßboxen, in dem typische Trainingsübungen und .-formen des Boxsports auf die Bedürfnisse von Freizeitsportlern (ohne Wettkampfinteresse) angepasst werden.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Kampfsportarten Trainingswissenschaft |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Stuttgart
Pietsch
2008
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| Ausgabe: | Stuttgart: Pietsch, 2008. - 168 S. |
| Seiten: | 168 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | mittel |