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Vernyt'sja na krugi sboja

(Rückkehr in den Kreis)

Analyse der allgemeinen internationalen und speziell russischen Situation in den Wurf- und Stoßdisziplkinen der Leichtathletik vor den Olympischen Sommerspielen 1996 in Atlanta. Festgestellt wird, daß die Leistungen in allen Disziplinen seit Mitte-Ende der achziger Jahre stetig sanken. Dafür werden zwei Faktoren angeführt: a) verstärkte und verbesserte Dopingkontrollen und b) häufige Teilnahme der Sportler an den kommerziellen Grand Prix, wo die "Gefahr" von Dopingkontrollen ständig lauert und umgangen werden muß. Da bereits die Teilnahme oder ein Sieg Geld bringt, ist der Sportler auch mit einer geringeren Weite zufrieden und kann mit o.g. Tendenz leben. Ungünstig kann sich auch die durch die Grand Prix lang ausgedehnte wettkampfperiode auswirken (z.B. Natalja Schikolenko: Mitte Mai bis Mitte September). Die (sinkende)Medaillenbilanz der russischen Werfer und Stoßer bei den Höhepunkten der letzten Jahre: 1988 Seoul: 2 Gold/ 1 Silber/ - Bronze 1990 Split: -/2/2 1991 Tokio: 1/1/1 1992 Barcelona: 1/-/2 1993 Stuttgart: 1/2/- 1994 Helsinki: 1/1/- 1995 Göteborg: -/-/1 Hammerwerfen: B. hofft auf Rückkehr von Hammerwerfer Jury Sedych, dem er trotz seines Alters einen weitren Olxympiasieg zutraut. S. zeichnet sich insbesondere durch seine Erfahrung sowie mentale Stärke aus. Auch ein olympischer Auftritt zweier weiterer Altmeister ist möglich: S. Litwinow und I. Nikulin. . Zu den besten zehn Hammerwerfern in der Welt könnten auch zwei jüngere Russen gehören (S. Gawrilow und I. Konowalow). Der Europameister von 1994, V. Sidorenko läuft in diesem Jahr verletzungsbedingt seiner Form hinterher. Diskuswerfen: Alle Hoffnungen ruhen auf der Weltmeisterin von 1993 Olga Tschernjakowska-Burowa. Olga arbeitet bis Atlanta mit ihrem Trainer noch an zwei Problemen: a) die technik (diese Sache ist im Laufen) und b) an einem effektiven Krafttraining (dieses wurde in der vergangenen Saison vernachlässigt, so daß die Sportlerin nach den ersten drei Durchgängen keine Reserven mehr besitzt). Bei den Männer zeigt Sergej Ljachow gute Leistungen, allerdings noch keine Stabilität auf höchstem Niveau. Hinzu kommt ein Trainerproblem, da sein Trainer ihn ins Ausland verläßt. Speerwerfen: Bei den Frauen wird eine erfolgreiche Rückkehr von Olympiasiegerin Swetlana Kriwelowa nach der Geburt ihres Kindes erwartet. Die Vorbereitungen verlaufen zufriedenstellend. Von den jüngeren Werferinnen ruhen weitere Hoffnungen auf Irina Korzanenko. Im Männerspeerwerfen herrscht tiefe Stille...Die einst erfolgversprechende Entwicklung von Jewgeni Paltschikow fand leider keine Fortsetzung. Kugelstoßen: Auf eine ähnliche Situation trifft man im Kugelstoßen. Die Frauen Rußlands haben keine Chance, in die Medaillenvergabe einzugreigfen, bei den Männern hofft der Trainer auf eine Steigerung von Angrej Moruew.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Leitung und Organisation Kraft-Schnellkraft-Sportarten
Veröffentlicht in:Legkaja Atletika
Sprache:Russisch
Veröffentlicht: 1995
Ausgabe:Moskva(1995)11, S. 11 - 12
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel