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Javelin throw: A sprint event

(Speerwerfen: Eine Sprintdisziplin)

Die Leistungsverbesserungen im Speerwerfen der letzten Jahre sind weniger auf technische Verbesserungen zurückzuführen (nur minimale Verbesserungen der Technik), als auf Verbesserungen am Speer sowie im Anlauf. Letztere sind insbesondere auf die Einführung neuer, moderner Trainingsmittel und -methoden zurü ckzuführen (z.B. Gewichtheben, Sprünge, Plyometrie, Konditionierung). Seit den 60er Jahren haben sich trotz vieler Untersuchuzngen auf biomechanischem Gebiet die Techniken der Werfer kaum verändert. Verf. vertritt die Auffassung, zukünftig müßten sich diese Untersuchungen stärker auf die Anlaufgeschwindigkeit (als auf technische Abläufe) richten, da das Speerwerfen offensichtlich als Sprintdisziplin zu bezeichnen ist. (Speerwerfen ist die einzige Wurfdisziplin mit einem Anlauf!) Ebenso wie in den Disziplinen Weitsprung oder Dreisprung kommt dem Alauf auch im Speerwerfen eine leistungsbestimmen de Rolle zu, die noch nicht ausreichend beleuchtet und ausgenutzt wurde. Speerwerfer sollten im Training verstärkt Methoden und Übungen aus dem Schnelligkeitstraining der Springer übernehmen. Der Werfer sollte darauf achten, daß nicht auf das rechte Bein zu "warten", sondern es aktiv einsetzen, um die Sprintwirkung beim Abwurf zu maximieren. Um einen negativen Einfluß einer hohen Anlaufgeschwindigkeit auf die Technik zu vermeiden, sollte das Schnelligkeitstraining erst bei fortgeschrittenen Werfern erfolgen, die über eine stabile Technik verfügen. Der Trainer sollte neben speziellen Schnelligkeitsübungen die Zeit / Geschwindigkeit im Anlauf registrieren, insbesondere die auf den letzten 5-6 Schritten, um entsprechende Beschleunigungsmuster zu erarbeiten.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Kraft-Schnellkraft-Sportarten
Veröffentlicht in:Track & field coaches review
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1995
Ausgabe:Gainsville 95(1995)3, S. 26 - 27, 2 Lit.
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel