Laufen, Sprinten und Springen mit Oberschenkelprothesen: Möglichkeiten und Grenzen im Breiten- und Leistungssport aus der Sicht der Biomechanik

Zusammenfassung Dank technisch hochentwickelter Prothesenkomponenten kann beinamputierten Menschen eine näherungsweise natürliche Fortbewegung im Alltag ermöglicht werden. Diese Prothesensysteme eignen sich jedoch nicht für den breitensportlichen Laufsport und den paralympischen Hochleistungssport. Hierfür wurden in den letzten Jahren spezifische Prothesenkniegelenke und -füße entwickelt. Diese ermöglichen es beispielsweise, ein breitensportliches Lauftraining aufzunehmen oder betroffenen Kindern die Teilhabe am Schulsport zu ermöglichen. Im Leistungssport gelingt es mit diesen Prothesensystemen, im 100-m-Sprint Zeiten unter 12 s und beim Weitsprung Weiten über der 7-m-Marke zu erreichen. Eine gegenwärtige Einschränkung der verwendeten Prothesenkniegelenke besteht darin, dass keine Knieflexionsbewegungen unter Belastung möglich sind. Die dadurch notwendige Modifikation der Bewegungsmotorik ist von interessierten Anwendern innerhalb einer kurzen Trainingsphase ohne Probleme erlernbar. Gegenwärtige Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind darauf ausgerichtet, diese Einschränkung durch weiterentwickelte technische Lösungen zu eliminieren.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Parasport Naturwissenschaften und Technik
Tagging:Prothese
Veröffentlicht in:Sports Orthopaedics and Traumatology
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2024
Online-Zugang:https://doi.org/10.1016/j.orthtr.2024.02.001
Jahrgang:40
Heft:1
Seiten:33-43
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch