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Sport in China. Beiträge aus interdisziplinärer Sicht

Durch die Ausrichtung der Olympischen Spiele und der Paralympics 2008 in Peking hat sich das Interesse an China und seiner Entwicklung in der Weltöffentlichkeit, der Politik, Wirtschaft und in den Medien nochmals spürbar gesteigert. Das bevölkerungsreichste Land ist durch seine jahrtausende alte Kultur genauso geprägt ist wie durch die sich in den letzten Jahren vollziehenden Veränderungen in allen Gesellschaftsbereichen, ein gesellschaftlicher und ökonomischer Umbruch ohne vergleichbares Beispiel in der Vergangenheit. Wenn man die gegenwärtige Situation Chinas und die Rolle(n), die der (Leistungs)Sport in diesem Land spielen kann und spielt besser verstehen will ist es notwendig, nicht nur einen isolierten Bestandteil - wie zum Beispiel die Entwicklung des Sports - herauszugreifen, sondern jeder Teilbereich muss in einen historischen und aktuell politischen und ökonomischen Kontext gestellt werden. Die chinesischen Traditionen im Sport sind auch kaum mit denen in Europa oder Nordamerika zu vergleichen, dazu sind schon die philosophischen Grundlagen zu unterschiedlich, hat es auch zu viele, teilweise sehr scharfe Brüche in der Sportentwicklung des Landes gegeben. So erscheint es für ein besseres Verständnis des sportlichen Chinas notwendig, mehr über diese historischen Wurzeln zu erfahren und auf diesem Hintergrund die sich daraus ergebenden praktischen Konsequenzen für die Sportentwicklung zu reflektieren. Diesem Anliegen fühlt sich der vorliegende Band verpflichtet, der die Materialien einer Konferenz vorstellt, die die Deutsche Sporthochschule Köln aus Anlass des 25jährigen Bestehens ihrer Partnerschaft mit der Sportuniversität Beijing gemeinsam mit der Deutschen Vereinigung für Chinastudien im Oktober 2006 veranstaltete. Sie beleuchten aus interdisziplinärer Sicht die historischen Wurzeln und Traditionen des Sports im "Reich der Mitte", landestypische Einstellungen und Strukturen, die gegenwärtigen Veränderungen sowie Perspektiven zukünftiger Entwicklung. aus dem Inhaltsverzeichnis Kraushaar: Wettkampf und Dichtung im alten China Ma & Ma: Eine einführende Studie zum Bogenschießen in China Klöpsch: Der Polosport am Hofe der Tang-Dynastie und seine künstlerische Darstellung im Prinzengrab des Li Xian Filipiak: Tradition und Praxis der Kampfausbildung in nichtmilitärischen Organisationen des chinesischen Kaiserreichs Leese: Zitatgymnastik und Pingpong-Diplomatie: Zur Instrumentalisierung des Sports während der Kulturrevolution Ma: Über den Wiederaufbau der nationalen chinesischen Sportsystems Ren: Die politische Rolle der Sports in der Volksrepublik China Digel: Sportstrukturen in China - ein Überblick Tian: Zur Entwicklung der Trainingswissenschaft in China Haack: Behindertensport in China Preuß & Guder: Was will China gewinnen? - Wirtschaftliche, kulturelle und politische Dimensionen der Olympischen Spiele in Peking Höfer: Die Olympische Idee: Europäisches Erbe, globale Perspektive
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Theorie und gesellschaftliche Grundlagen Sportgeschichte und Sportpolitik Parasport
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Köln Sportverlag Strauß 2008
Ausgabe:Köln: Sportverlag Strauß, 2008. - 186 S.
Schriftenreihe:Veröffentlichungen der Deutschen Sporthochschule Köln, 16
Seiten:186
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch