Effekte des Krafttrainings - eine metaanalytische Betrachtung
Krafttraining hat zahlreiche positive Effekte auf Fitness, Gesundheit und sportliche Leistungsfähigkeit. Im Sinne des Evidenced Based Trainings herrscht ein wissenschaftliches Desiderat bzgl. der Effektivität verschiedener Belastungsmerkmale und Trainingsmethoden. Mittels Metaanalyse konnten anhand von 45 Primärstudien mit insgesamt 1712 Probanden 203 Effektstärken im Pre- Post-Design bzgl. der Veränderung der Maximalkraft berechnet werden. In Abhängigkeit von individuellen Voraussetzungen wie Trainingsstatus, Geschlecht und Probandenalter sowie von trainingsmethodischen Variablen wie Studienlänge, Gesamttrainingshäufigkeit, Belastungsnormativa usw. resultierten unterschiedliche Effektstärken. Generell lässt sich konstatieren, dass untrainierte höhere Effektstärken aufweisen als trainierte Personen und zu Beginn eines entsprechenden Trainings die höchsten Effekte erzielt werden. Weiterhin zeigt sich, dass eine höhere Trainingshäufigkeit, ein höheres Trainingsvolumen sowie die Verwendung von Periodisierungsmassnahmen grössere Effektstärken bedingen und eine mittlere Pausendauer in Bezug auf die Kraftsteigerung als optimal anzusehen ist. Zukünftige Studien sollten diese Erkenntnisse bei der Interpretation von Effektstärken im Bereich Krafttrainingsinterventionen berücksichtigen.
© Copyright 2012 Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie. Rub Media AG. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Trainingswissenschaft |
| Veröffentlicht in: | Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
2012
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| Online-Zugang: | http://www.sgsm.ch/ssms_publication/file/439/Effekte_Krafttraining_1_2012.pdf |
| Jahrgang: | 60 |
| Heft: | 1 |
| Seiten: | 14-20 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |