Biomechanical analysis of world & olympic champion weightlifters performance
(Biomechanische Analyse der Leistungen von Weltmeistern und Olympiasiegern)
Ziel des Vortrags ist die Präsentation der Ergebnisse von biomechanischen Analysen der besten Gewichtheber bei Welt- und Europameisterschaften im Vorfeld der Olympischen Spiele 1996.
Im Zeitraum 1993-1996 wurden insgesamt 4900 Hebungen bei 11 großen internationalen Wettkämpfen (WM, EM) analysiert (siehe Tab. S. 1).
Untersuchungsmethode und -verfahren:
Die Untersuchungen erfolgten mittels V-Scope VS-120 System mit spezieller Hard- und Software (ursprünglich entwickelt für die Bereitstellung eines Echtzeit-Feedbacks während des Trainings im Gewichtheben und später modifiziert für den Einsatz im Wettkampf).
Das V-Scope VS-120 basiert auf Infrarot- und Ultraschallsignaltechnologie. Mittels der so ermittelten Daten wird ein genaues 3-D-Bild der Hantelposition erstellt, die Parameter der Hebung können in Echtzeit ermittelt werden. Die wichtigsten Parameter sind dabei die auf die Vertikalachse bezogenen.
Analysiert wurden in erster Linie:
1. Die Trajektorie.
(Klassifizierung in drei Grundtypen mit weiterer Aufschlüsselung in je drei Untertypen),
2. Die vertikale, horizontale und Seitwärtsverschiebung.
(maximale Höhe der Hebung ymax sowei Fixationshöhe Fixat),
3. Die vertikale, horizontale und Seitwärtsgeschwindigkeit.
(Bei der Vertikalgeschwindigkeit interessieren vier Schwerpunkte:
Vy1 - erste Maximalgeschwindigkeitsspitze,
Vy2 - erste Minimalgeschwindigkeitsspitze,
Vy3 - zweite Maximalgeschwindigkeitsspitze,
Vy4 - zweite Minimalgeschwindigkeitsspitze.
Vy3 ist in der Regel größer als Vy1 und Vy4 < Vy2.
Nur in sehr wenigen Fällen im Reißen (z.B. A. Aoyew/RUS WM 1994) und nur in etwas mehr Fällen im Stoßen (z.B. M. Nerlinger/GER WM 1993) ist Vy3 < Vy1 .
Bei einigen Sportlern, insbesondere bei Frauen (z.B. L. Hongyun WM 1994) oder in den unteren Gewichtsklassen (z.B. N. Peshalow WM 1994), treten nur je ein Geschwindigkeitsmaximum und ein Geschwindigkeitsminimum auf.
Es wurde ein wichtiger Extremwertpunkt in der vertikalen Beschleunigung identifiziert, der den zweiten Zug repräsentiert.
4. Die vertikale Kraft.
Auch hier wurde ein Extremwert-Punkt iM Verlauf der vertikalen Kraftentwicklung gefunden: Die Aktion des Hebers beim zweiten Zug. Die Berechnungsformel für diese Kraft lautet:
(Gehobenes Gewicht/9.81) x Vertikale Beschleunigung +/- Gehobenes Gewicht.
5. Die Schnellkraftwerte.
Die Schnellkraft ist das Produkt aus der
Momentangeschwindigkeit und der Momentankraft.
Ein wichtiger Parameter ist die Maximalleistung, die vom Heber während des zweiten Zuges hervorgebracht wird.
Ergebnisse:
Die detaillierten Ergebnisse werden in den Abbildungen und Tabellen ab S. 3 dargestellt.
© Copyright 1997 IWF 1997 International Coaching, Refereeing and Medical Symposium. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Naturwissenschaften und Technik Kraft-Schnellkraft-Sportarten |
| Veröffentlicht in: | IWF 1997 International Coaching, Refereeing and Medical Symposium |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
Athen
1997
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| Ausgabe: | Vortrag auf dem IWF 1997 International Coaching, Refereeing and Medical Symposium, Athen, 6.-10.5.1997. Forschungsergeb.- 11 S.: Abb., Tab. |
| Seiten: | 11 |
| Dokumentenarten: | Kongressband, Tagungsbericht |
| Level: | hoch |