Strength training and muscle hypertrophy in children
(Krafttraining und Muskelhypertrophy bei Kindern)
An der Untersuchung nahmen 3 männliche Zwillingspaare teil, von denen 1 Paar nach 5 Wochen infolge Krankheit ausfiel. Einer von den Zwillingspaaren absolvierte ein statisches Krafttraining über 10 Wochen, der andere diente als Kontrollperson. Die Versuchsperson führte in einer fixen und reproduzierbaren Position mit dem linken Bein eine Kontraktion des m.quadriceps femoris mit maximaler Kraft, 10 sec lang, 10x am Tag, 6 mal wöchentlich, über 2 Monate aus. Die Kraft wurde einmal wöchentlich gemessen (Hettinger-Isometer). Mittels NMR-T wurde die Muskelquerschnittsfläche gemessen. Zur Überprüfung der präpubeszenten Bedingung vor und nach dem Training wurden Testosteron und DHEA-S untersucht.
Ergebnisse:
Entwicklung der Maximalkraft: Sowohl bei den trainierten als auch den untrainierten Zwillingen erhöhte sich die Muskelkraft infolge des Körperwachstums von 0,9 auf 12,7 %. Die trainierten Beinextensoren zeigten einen eindeutig höheren Kraftanstieg (26 auf 40 %) als die untrainierten Muskeln. Etwa das gleiche Verhalten war bei der relativen Kraft (Maximalkraft/Körpergewicht) zu verzeichnen. Alle gemessenen Muskeln stiegen im Gewicht an, die krafttrainierten mehr.
Querschnittsfläche des Oberschenkels: Der Anstieg in der Muskelfläche während der Trainingsperiode war im allgemeinen geringer als der in der gesamten Querschnittsfläche infolge des Anstiegs des Fettgehalts der Extremität von ca. 10 %.
Querschnittsfläche der Oberschenkelextensoren: Bei allen Probanden wurde eine erhöhte Querschnittsfläche der Streckmuskeln beobachtet, insbesondere aber in den trainierten Muskeln (+4 bis 9,2 %). Die Maximalkraft hängt ohne Zweifel von der Querschnittsfläche des Muskels ab, die Kraft erhöhte sich aber auch mehr als die Querschnittsfläche , insbesondere in den trainierten Muskeln. Der relative Anstieg der absoluten Kraft (N/cm2) war in den trainierten Muskeln beträchtlich größer (+27 bis 28 %) als in den untrainierten Muskeln (+7 bis 10 %). Innerhalb 10 Wochen war der Kraftanstieg bei allen Probanden größer als das Muskelwachstum. Der individuelle Gehalt von Plasmatestosteron und DHEA-S korrelierte nicht mit der Entwicklung der Querschnitssfläche der trainierten Muskeln.
Es wird geschlussfolgert, dass bei präpubeszenten Jungen durch Training eine Muskelhypertrophie bewirkt werden kann, während der Testosteringehalt auf dem präpubeszenten Niveau bleibt.
© Copyright 1989 Children and exercise XIII. Veröffentlicht von Human Kinetics. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin Nachwuchssport |
| Veröffentlicht in: | Children and exercise XIII |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
Champaign
Human Kinetics
1989
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| Seiten: | 165-182 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch mittel |