Uroven' sportivnogo masterstva rossijskich i zarubeznych tjazeloatletov juniorov v zavisimosti ot vesovych kategorij v 1993 i 1994 gg.

(Das Leistungsniveau russischer und ausländischer Gewichtheber im Juniorenbereich in Abhängigkeit von den Gewichtsklassen in den Jahren 1993 und 1994)

Aufgrund der bei Analysen im Erwachsenenbereich festgestellten Leistungsreserven russischer Gewichtheber gegenüber dem internationalen Maßstab in den unteren Gewichtsklassen wurden ähnliche Untersuchungen zwecks Leistungsvergleich und Aufhellung der Beziehung Leistung - Gewichtsklasse auch im Juniorenbereich durchgeführt. 1. Leistungsvergleich Rußland - international Die sportliche Leistungsfähigkeit der Junioren im internationalen Maßstab wird anhand der JWM 1993 und 1994 in Tab. 1 dargestellt. Sowohl international als auch unter den russischen Hebern konnte kein Leistungszuwachs von 1993 zu 1994 festgestellt werden. Es gab vielmehr einen leichten Leistungsrückgang zu verzeichnen, der bei den russischen Sportlern insbesondere in den oberen Gewichtsklassen (83-108 kg) auftrat. Das Leistungsniveau der russischen Heber betrug in den unteren Gewichtsklassen (54 - 76 kg) 1993 und 1994 jeweis etwa 91% vom internationalen Niveau. In den höheren Gewichtssklassen sank der prozentuale Bezug 1994 im Vergleich zu 1993 um 2,5%, allerdings liegen diese Leistungen der russischen Sportler in den höheren Gewichtsklassen deutlich näher an denen der internationalen Leistungsfähigkeit bzw. sind mit denen nahezu identisch. Ähnlich wie bei den Senioren liegen die Leistungen in den unteren Gewichtsklassen bei den Sportlern der internationalen Juniorenspitze relativ betrachtet höher als die in den oberen Gewichtsklassen (12%; bei den ausländischen Senioren betrug dieser Prozentsatz 7%, bei den Russen 3%). Eine unterteilte Analyse der Leistungen im Stoßen und Reißen wird in Tab. 2 dargestellt. Bei den internationalen Hebern der unteren Gewichtsklassen wurde von 1993 zu 1994 eine Leistungsverminderung im Reißen um 1% und eine Leistungssteigerung im Stoßen um 2,4% konstatiert. Bei den russischen Hebern der unteren Gewichtsklassen blieb die Leistung im Reißen konstant, im Stoßen verringerte sich das Leistungsniveau um 2,0%. In den höheren Gewichtsklassen kam es im internationalen Maßstab im Reißen zu einem Leistungsanstieg um 2,8%, im Stoßen zu einer Leistungsminderung um 0,6% (was ein annäherndes Gleichbleiben des Leistungsniveaus bedeutet). Bei den russischen Junioren wurde das Leistungsniveau im Reißen in etwa auf dem Vorjahresniveau gehalten (+0,6%), im Stoßen kam es dagegen zu einer deutlichen Verschlechterung um -6,3%. Insgesamt wurde in beiden Gewichtskategorien in allen Fällen ein Vorteil (relative Leistung) auf der Seite der unteren Gewichtsklassen gefunden, der allerdings deutlich unterschiedlich bei den internationalen und den russischen Hebern war: Die relativen Leistungen der unteren Gewichtsklassen lagen im internationalen Maßstab durchschnittlich 12,1% über denen der höheren Gewichtsklassen, bei den russischen Hebern lediglich 2,2%. Offensichtlich ist die im Ausland angewandte Trainingsmethodik der Heber der unteren Gewichtsklassen deutlich effektiver und erfolgreicher als die für die oberen Gewichtsklassen oder die der russischen Heber der unteren Gewichtsklassen. Unterschiedliche Trainingsmethodiken für untere und höhere Gewichtsklassen sind - wie im Ausland praktiziert - effektiver als gleiche Methodiken für beide Gewichtskategorien (wie in Rußland praktiziert). 2. Das Leistungsniveau russischer Heber in Bezug auf die unterschiedlichen Altersbereiche : U20, U18 und U16 Jahre Leistungsniveau und Leistungsstabilität der russischen Nachwuchsheber wurden anhand der gezeigten Leistungen bei nationalen Wettkämpfen 1993 und 1994 analysiert. Dargestellt werden die Ergebnisse der Landesmeisterschaften (Zweikampf) in Tab. 3, unterteilt in die Altersbereiche U20 (Junioren), U18 (Jugen) und U16 (Schüler).Die Analyse erfolgt ebenfalls getrennt nach unteren und höheren Gewichtsklassen (N1=die fünf unteren Gewichtsklassen, N2=die fünf oberen Gewichtsklassen). Normalerweise wird bei einer rationellen Vorbereitung von Altersgruppe zu Altersgruppe ein Leistungsanstieg erwartet. Je niedriger die Altersklasse, desto stärker müßte dieser Leistungszuwachs ausfallen. Tab. 3 zeigt jedoch nur in zwei der 6 möglichen Fälle diese "normale" Tendenz: In der Gruppe U20 in den unteren Gewichtsklassen und in der Gruppe U18 in den höheren Gewichtsklassen. In allen anderen Fällen ging die Leistung von 1993 zu 1994 zurück (negative Tendenz). Dabei war dieser Rückgang paradoxerweise im unteren Altersbereich (U16) am stärksten (-7,9% und -5,5%). Insgesamt wurde eine geringe Tendenz (durchschnitlich 4,6%) eines höheren Leistungsniveaus in den unteren Gewichtsklassen festgestellt. Bezeichnend für die aktuelle Situation in Rußland ist beispielsweise der Fakt, daß die Moskauer Mannschaft MGFSO 1994 Moskauer Jugendmeister wurde, obwohl sich die Leistungen im Vergleich zu 1993 um 3% verschlechterten. Im Durchschnitt lag der Leistungsrückgang in diesem Altersbereich jedoch bei 12,2%!(Tab. 4) Entgegen den Gesetzmäßigkeiten des Nachwuchsleistungssports fällt weiterhin auf, daß die Leistungen der jungen Sportler U16 in den höheren Gewichtsklassen höher sind als die der Sportler aus den unteren Gewichtsklassen. Daher muß zukünftig größere Sorgfalt auf die Trainingsmethodik in den unteren Gewichtsklassen gelegt werden, insbesondere in der Wettkampfperiode.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Kraft-Schnellkraft-Sportarten Nachwuchssport
Veröffentlicht in:Olimp
Sprache:Russisch
Veröffentlicht: 1995
Ausgabe:Izhevsk (1995)1, S. 12 - 13, 4 Tab.
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel