Gruppenspezifisches Verhalten zweigelenkiger Beinmuskeln am Beispiel von Schlittensprüngen
(Group-specific behavior of biarticular leg muscles on the example of sled jumps)
Die zweigelenkige Muskulatur stellt in der aktuellen Forschung ein vielbeachtetes Thema dar. Neuere Untersuchungen verweisen neben der Lombard'schen- und Energieüberträgerfunktion insbesondere auch auf eine die Muskelaktivierung selbst betreffende Schlüsselrolle. Mittels sogenannter Schlittensprünge untersuchten wir das Verhalten zweigelenkiger Beinmuskeln von Springern und Nichtspringern. Die Versuchsaufgabe bestand darin, unterschiedliche Lasten mit vorgegebenen Geschwindigkeiten in sprungartigen Bewegungen zu stoßen. Die Ergebnisse verweisen deutlich auf gruppenspezifische Verhaltensweisen, welches die gesamte Muskelkoordination und das Reaktionskraftmuster beeinflussen. Hierbei scheint insbesondere der M. biceps femoris von herausragender Rolle für eine Änderung des muskulären Zusammenspiels zu sein. Aufgrund eines ähnlichen kinematischen Verhaltens beider Gruppen, kann davon ausgegangen werden, dass hierfür nicht nur das Lombard'sche Paradoxon verantwortlich gemacht werden kann. Ein wesentlicher Faktor bezüglich der gefundenen Gruppenunterschiede stellt die sportliche Tätigkeit dar, welche aufgrund eines "andersgearteten`` neuronalen Reizungsprozesses neue Möglichkeiten der Muskelaktivierung offenlegt.
© Copyright 2010 Beiträge zur Bewegungswissenschaft, 1. Published by Verlag Dr. Kovac. All rights reserved.
| Subjects: | |
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| Notations: | biological and medical sciences training science |
| Published in: | Beiträge zur Bewegungswissenschaft, 1 |
| Language: | German |
| Published: |
Hamburg
Verlag Dr. Kovac
2010
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| Series: | Schriften zur Bewegungswissenschaft |
| Online Access: | https://www.bisp-surf.de/Record/PU201202000581 |
| Pages: | 67-86 |
| Document types: | article |
| Level: | intermediate |