Erstmalige sportpsychologische Betreuung der Nationalmannschaft im Paracycling des DBS in Vorbereitung auf Olympia in Rio de Janeiro 2016
Die Paracycling-Nationalmannschaft ist eines der erfolgreichsten Teams im Behinderten-Leistungssport. Bereits bei den Paralympics 2012
in London schnitt das Team außerordentlich erfolgreich ab. Die Ergebnisse der Paralympics können als Erfolg gewertet werden. Inwiefern die Sportpsychologie dazu einen Beitrag geleistet hat, bleibt aufgrund der Nicht-Messbarkeit unklar. Auch wenn die Zusammenarbeit zwischen den Sportpsychologinnen und dem Paracycling- Team im Olympia-Jahr begann und lediglich aus zwei Kontaktzeiten bestand, ist ein "Pflänzchen" gesetzt worden, dass in den kommenden Jahren wachsen muss. Zum einen sollten die Möglichkeit zur sportpsychologischen Beratung und die Teilnahme an Gesprächsrunden/Workshops in kommenden Trainingslagern möglich sein, um sich besser kennenzulernen, aktuelle Themen im Team aufzugreifen und um sportpsychologische Trainingsformen kennenzulernen und auszuprobieren. Das ist insbesondere für Athletinnen und Athleten wichtig, die bisher keine Berührungspunkte mit der Sportpsychologie haben und/oder wo bisher keine/wenige Erfahrungen mit Großevents vorliegen. Talentierte Nachwuchsathletinnen und -athleten müssen an die Leistungen der erfahrenen Teammitglieder herangeführt werden. Der Bundestrainer und eine Vielzahl an Athletinnen und Athleten halten das ebenfalls für sinnvoll. Neben der weiteren Arbeit mit den Athleten und Athletinnen sollte der Schwerpunkt verstärkt auf das Betreuerteam gelegt werden. Sowohl der Umgang mit Stress als auch das Thema Ehrenamt (und der Umgang damit) könnten aufgegriffen werden. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass es hinsichtlich der Professionalität zwischen olympischen und paralympischen Athleten und Athletinnen keine merkbaren Unterschiede gibt. Lediglich die unterschiedlichen Handicaps führen dazu, dass verschiedene Interventionen (u. a. Entspannungstrainings) modifiziert werden müssen und ein umfangreicher Dialog über Wahrnehmung, Wirkung und Erfahrung geführt werden muss. Hinsichtlich des Einsatzes der Diagnostikinstrumente ist die Übertragung in den paralympischen Bereich als absolut geeignet anzusehen. (vom Autor übern. gek.)
© Copyright 2018 BISp-Jahrbuch Forschungsförderung 2016/17. Veröffentlicht von Sportverlag Strauß. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Trainingswissenschaft Sozial- und Geisteswissenschaften Parasport Ausdauersportarten |
| Veröffentlicht in: | BISp-Jahrbuch Forschungsförderung 2016/17 |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Hellenthal
Sportverlag Strauß
2018
|
| Online-Zugang: | http://my.page2flip.de/2895682/14185088/14185117/html5.html#/231 |
| Seiten: | 229-233 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |