Caffeine ingestion does not alter performance during a 100-km cycling time-trial performance
(Kaffeineinnahme führt zu keiner Leistungsveränderung bei einem 100-km-Zeitfahren im Radsport)
Die Untersuchung fand unter Laborbedingungen statt. Die 100-km-Fahrstrecke beinhaltete auch Phasen von 1- und 4-km-Länge, die mit hoher Intensität absolviert wurden (HIE). 8 hoch trainierte Radsportler beteiligten sich an 3 separaten Tests. Die Gaben der einzelnen Tests sahen folgendermaßen aus:
- Placeboeinnahme vor der Belastung mit einer Placebo-Kohlenhydrat-Lösung und Placebotabletten während der Belastung (Pl),
- Placeboeinnahme vor der Belastung mit einem siebenprozentigen Kohlenhydratgetränk und Placebotabletten während der Belastung (Cho),
- Kaffeintabletten vor und während der Belastung mit 7% Kohlenhydrat (Caf).
Placebo (zweimal) oder 6 mg/kg Kaffein wurden 60 Minuten vor dem Start des Tests eingenommen. Während der Tests wurden den Probanden weitere Placebos oder Kaffeintablettendosen von 0.33 mg/kg alle 15 Minuten bis zum Testende verabreicht. Der 100-km-Zeitfahrtest umfasste auch fünf 1-km-HIE-Belastungen nach 10, 32, 52, 72 und 99 km sowie vier 4-km-HIE-Belastungen nach 20, 40, 60 und 80 km. Die Probanden wurden aufgefordert, den gesamten Test wie auch die HIE-Phasen mit maximaler Belastung zu absolvieren.
Der Plasmawert (Kaffein) war bei Caf signifikant höher (0.43+/-0.56 and 1.11 +/- 1.78mM beim Vor- bzw. Nachtest für Pl sowie 47.32+/-12.01 und 72.43+/-29.08mmM beim Vor- bzw. Nachtest für Caf). Keine Unterschiede wurden zwischen den Tests hinsichtlich durchschnittlicher Leistung, HIE-Zeit bis zum Abschluß und 100-km-Zeit festgestellt. Die durchschnittliche Herzschlagfrequenz während der 1-km-HIE-Belastung lag bei 184.0+/-9.8 für Caf, 177.0+/-5.8 für Pl und 177.4+/-8.9 für Cho. Bei den 4-km-HIE-Belastungen lagen die Werte bei 181.7+/-5.7 für Caf, 174.3+/-7.2 für Pl und 175.6+/-7.6 für Cho (p<.05). Damit waren sie beim Caf-Test höher als bei den anderen. Hinsichtlich der EMG-Amplitude (IEMG) oder dem durchschnittlichen Leistungsfrequenzspektrum (MPFS) wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den Tests festgestellt. Zwischen den Gruppen gab es keine Unterschiede in der IEMG-Aktivität und der Leistung, allerdings lagen beide Werte während der 1-km-HIE-Belastung höher, was auf das Fehlen einer peripheren Ermüdung schließen lässt und auf das Vorhandensein einer zentral regulierten Tempostrategie, die nicht durch die Kaffeineinnahme verändert wird. Es kann sein, dass die Kaffeineinnahme in Ausdauerbelastungen, bei denen die Sportler mit definierten, vorherbestimmten Zielen, gemessen in Geschwindigkeit oder Strecke, belastet werden, keine ergogenen Nutzen erbringt.
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin Ausdauersportarten |
| Veröffentlicht in: | International Journal of Sport Nutrition and Exercise Metabolism |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
2002
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| Ausgabe: | Champaign 12(2002)4, S. 438-452, 2 Abb., 1 Tab., 46 Lit. |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch mittel |