Reduktion des oxidativen Bursts von Blutmonozyten nach einer intensivierten Trainingsphase von Ausdauerathleten
Um Aufschlüsse über die Auswirkungen eines Überlastungssyndroms auf Blutmonozyten zu erhalten, absolvierten zwölf Triathleten und Radfahrer über jeweils ca. vier Wochen in randomisierter Reihenfolge einen normalen (NT) und einen deutlich intensivierten Trainingszyklus (IT), jeweils gefolgt von ca. zwei Wochen regenerativen Trainings. Unmittelbar nach dem IT bestand ein objektivierbarer Leistungsabfall bei typischen Überlastungssymptomen. Der oxidative Burst der Blutmonozyten wurde durch Oxidation von intrazellulärem Dihydrohodamin 123 ohne und nach in vitro Stimulation mit TNFalpha und /oder fMLP durchflusszytometrisch gemessen. Als Maß für die intrazelluläre Bildung von O2 wurde die mittlere Rhodamin-Fluoreszenzintensität der Monozyten herangezogen. Am Ende des IT wurde im Vergleich zum NT für die TNF-, fMLP- bzw. TNF+fMLP-in vitro Stimulation eine signifikante 23, 19 bzw. 27-%ige Reduktion des intrazellulären O2-Gehalts gemessen. Nach der zweiwöchigen Regenerationsphase lagen zwischen NT und IT keine Unterschiede mehr vor. Überlastendes Training führt zu einer verminderten Aktivität der NADPH-Oxidase von Monozyten und damit einer verminderten Abwehrbereitschaft gegenüber bakteriellen Antigenen.
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin Ausdauersportarten |
| Veröffentlicht in: | Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Köln
1999
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| Jahrgang: | 50 |
| Seiten: | 51 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch mittel |