A two-dimensional kinematic analysis of a "Bunny Hop" performed by a skilled mountain biker
In der wissenschaftlichen Literatur gibt es bisher noch keine Untersuchung zu dieser Mountainbike-Technik (Bunny-Sprung), um ein Hindernis zu überwinden. Deshalb wurde mit einem erfahrenen Mountainbiker als Probanden der Bunny-Sprung über eine Hindernis mit den Maßen 12 x 23 x 33 cm analysiert. Die Analyse wurde mit zweidimensionalen Videoaufzeichnungen vorgenommen (eine Kamera frontal in Bewegungsrichtung des Sportlers, eine zweite seitlich auf der Höhe des Hindernis' in einem Abstand von 15 Metern von diesem). Sowohl am Sportgerät (Stumpjumper) als auch am Sportler (an ausgewählten Gelenken) wurden Marker (insgesamt 31) angebracht. Zehn Versuche wurden aufgezeichnet und manuell digitalisiert (seitlicher Blick, Analyse mit Peak Performance Technologie). Die ermittelten daten wurden untersucht auf lineare und Winkelveränderungen, Geschwindigkeits- und Beschleunigungswerte für Fußgelenk, Knie, Hüfte, Schulter, Ellbogen, Handgelenk, Kopf, zwei ausgewählte Punkte der Wirbelsäule, das Tretlager, beide Radnaben. Diese Werte wurden für folgende Phasen ermittelt: vor dem Sprung, in der Luft befindlich, nach dem Sprung. Die Ergebnisse können mit denen von King (1991) verglichen werden. King verglich vertikale Sprünge aus dem Stand mit und ohne Armschwung und schlußfolgerte, daß der Armschwung einen 25%igen Beitrag zur Sprunghöhe leisten kann. Ein Gewinn in der Reichhöhe wird dadurch erzielt, daß der Körperschwerpunkt innerhalb des Körpers nach weiter unten verlagert wird, indem vor dem Erreichen der maximalen Höhe des Körperschwerpunkts ein Arm nach unten geführt wird. Eine solche Bewegung verursacht, daß ein unterer Teil des systems stärker steigen kann, und damit die über ihm liegenden Körperteile weiter nach oben geführt werden (die Hand bspw.) und eine größere Höhe erreichen. Die Bodenreaktionskraft, die aus der finalen Streckung der stützenden Hüfte, des entsprechenden Knie- und Fußgelenks resultiert, wird eingesetzt, um die Treibhöhe weiter zu vergrößern wie auch die Geschwindigkeit des sich nach oben bewegenden Körperschwerpunkts (Kreighbaum & barthels, 1990). Die Daten geben Hinweise darauf, daß beim Bunny-Sprung offensichtlich eine ähnliche Bewegung ausgeführt wurde.Der Radsportler braucht eine nach oben gerichtete Beschleunigung einer Körperteilmasse vor dem Abbremsen dieser Körperteilnmasse unmittelbar vor dem Absorung. Dann, d.h. in der Flugphase, verursacht die Abwärtsbewegung des Oberkörpers eine Aufwärtsbewegung des verbleibenden Systems Rad-Sportler. Diese Abwärtsbewegung muß vor dem vertikalen Höchstwert des Körperschwerpunkts erfolgen, um ein Anheben des Rades relativ zum Sportler zu erreichen.
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| Subjects: | |
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| Notations: | technical and natural sciences endurance sports |
| Published in: | ISBS - Conference Proceedings Archive (Konstanz) |
| Language: | English |
| Published: |
1995
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| Edition: | Thunder Bay: Lakehead University (Hrsg.), 1996. - S. 52 - 55: 1 Abb., 3 Lit. |
| Document types: | congress proceedings |
| Level: | advanced intermediate |