Krafttraining im Ausdauersport: Auswirkungen von Krafttraining auf die Leistungsfähigkeit im Radsport
Auch wenn die Sportarten klassisch z. B. in Ausdauersportarten, Spielsportarten, Kraft-/Schnellkraftsportarten usw. unterteilt sind, können hier im Training keine starren Grenzen gezogen werden: Auch ein Ausdauersportler braucht natürlich gewisse Kraft- oder Schnelligkeitsanteile. Demzufolge müssen auch diese Fähigkeiten Bestandteil des Trainings im Ausdauersport sein. Krafttraining gehört also selbstverständlich auf den Trainingsplan eines Ausdauersportlers, wobei es natürlich anders dosiert und anders geplant sein muss als für einen Sportler aus einer reinen Kraftsportart. Wichtig ist jedoch, dass durch das Krafttraining die Ausdauerleistungsfähigkeit nicht beeinträchtigt und damit die sportartspezifische Leistung gemindert wird.
Die vorliegende Bachelorarbeit beschreibt diese Problematik bzw. konkret die Auswirkungen von Krafttraining auf die Leistungsfähigkeit anhand des Radsports.
Der Radsport wird vorwiegend durch die Ausdauerleistungsfähigkeit bestimmt, ausdauerbetonte Trainingseinheiten mit hohen Umfängen prägen daher das Training. Auf der Suche nach Leistungsreserven und der Ausschöpfung aller Möglichkeiten stellt sich für den Autor auch die Frage, "ob ein begleitendes Krafttraining einen zusätzlichen Leistungsvorsprung ermöglichen kann". Es galt zu untersuchen, "inwieweit ein begleitendes Krafttraining die Ausdauerleistung unterstützen, die Leistung bei kurzen Antritten in einem Radrennen verbessern und das Muskelpotenzial ausschöpfen kann ... ohne dabei eine außerordentliche Muskelquerschnittszunahme verbunden mit einer Gewichtszunahme zu erreichen" (siehe Einführung und Zielsetzung). Außerdem gilt es, durch zusätzliches Krafttraining mögliche Kraftverluste der Athleten infolge der hohen Ausdauertrainingsumfänge zu kompensieren.
Der Autor näherte sich der Klärung dieser Frage durch die vorangestellte Darlegung der physiologischen Grundlagen sowie der Betrachtung der einzelnen Disziplinen des Radsports und ihrer jeweiligen Anforderungen an die Athleten. Zudem werden muskuläre Anpassungsvorgänge bei Kraft- und Ausdauertraining erörtert. Abschließend werden die Auswirkungen eines begleitenden Krafttrainings (hervorzuheben ist, dass es sich immer nur um ein "begleitendes" Krafttraining handelt und nicht um Kraft- statt Ausdauertraining!) auf die Ausdauerleistung dargestellt und ein Fazit für die Trainingspraxis gezogen.
Die Untersuchungen erbrachten ein überwiegend positives Fazit, das für den Einsatz eines ergänzenden Krafttrainings im Radsport und in anderen Ausdauersportarten spricht. Dabei wird insbesondere das Training mit maximalen Lasten empfohlen, da dies die Zunahme des Muskelquerschnitts beschränkt und eine volle Ausschöpfung der Kraftreserven der Muskulatur durch verbesserte neuronale Komponenten ermöglicht.
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| Subjects: | |
|---|---|
| Notations: | training science endurance sports |
| Language: | German |
| Published: |
München
GRIN Verlag
2011
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| Edition: | München: GRIN Verlag, 2011.- 50 S. |
| Pages: | 50 |
| Document types: | book |
| Level: | advanced |