Verletzungen bei Karate-ähnlichen Kampfsportarten

Bei Kampfsportarten ähnlich dem Karate denkt man sofort an Frakturen, Orbitalhämatome, K.o.`s und schwere Bauchverletzungen. Statistiken und die Erfahrung zeigen jedoch: diese Verletzungen stellen eine Seltenheit dar. Die Sportler werden viel mehr durch die vermeintlich leichten Verletzungen wie Distorsionen und Kontusionen beeinträchtigt. Im englischen Sprachgebrauch werden Kampfsportarten unter dem Sammelbegriff «Martial Arts» zusammengefasst. Möchte man die Verletzungsmuster erfassen, sollte man hauptsächlich zwischen Kampfsportarten mit a) Tritten und Schlägen (Karate-ähnlich) und b) mit Würfen und Hebeln unterscheiden. Per definitionem sind Kampfsportsarten mit Würfen und Hebeln unter Vollkontakt eingestuft. Bei den Karate-ähnlichen Kampfsportarten sollte eine weitere Unterteilung in Voll-, Halb- und Lowkontakt erfolgen (siehe Abb. 1). Es gibt mitunter innerhalb der Kampfsportarten verschiedene Stilrichtungen mit Halb- und Vollkontakt-Regeln. Gemeinsam haben die Karate-ähnlichen Sportarten, dass sie barfuss ausgeübt werden, dies beeinflusst sowohl die Verletzungsmuster als auch die therapeutischen Möglichkeiten. In diesem Artikel werden zur besseren Übersicht Verletzungen bei Karate-ähnlichen Kampfsportarten aufgezeigt.
© Copyright 2010 Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie. Rub Media AG. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Kampfsportarten
Veröffentlicht in:Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2010
Online-Zugang:http://www.sgsm.ch/ssms_publication/file/380/Karate.pdf
Jahrgang:58
Heft:2
Seiten:56-57
Dokumentenarten:Artikel
Level:mittel