London 2012 - Das Ende des Mythos vom erfolgreichen Sportsoldaten
(London 2012 - The end of the myth of the successful sport soldier)
Rund 800 beamtete und von der Bundeswehr voll bezahlte "SportsoldatInnen" gibt es, die kaum eine Verpflichtung haben - außer zu trainieren. 115 dieser Sportsoldaten konnten sich nach Angaben des DOSB für die Olympiamannschaft in London 2012 qualifizieren; damit stellten die Sportsoldaten 29 % der insgesamt 391 AthletInnen starken deutschen Olympiamannschaft - die zweitstärkste Gruppierung nach Studenten (35 %). Immer wieder wird von der politischen/militärischen Führung und der DOSB - Spitze betont, wie unverzichtbar die Bereitstellung von Sportsoldaten - Stellen für den Erfolg der Deutschen Olympiamannschaft sei. Die Sportsoldaten waren in London jedoch unterdurchschnittlich erfolgreich; "nur" 17 von ihnen, also rund jeder Siebente, gewann eine Medaille. Zwei Sportsoldaten gewannen zwei Medaillen. Der Rest der deutschen Olympiamannschaft war erfolgreicher: Von den (391 - 115=) 276 Nicht-Soldaten konnten 70 Medaillen gewinnen, also jeder Vierte. Fünf Nichtsoldaten konnten zwei Medaillen gewinnen.
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| Subjects: | |
|---|---|
| Notations: | organisations and events sport history and sport politics |
| Published in: | Hamburg Contemporary Economic Discussions |
| Language: | English |
| Published: |
2012
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| Online Access: | http://www.hced.uni-hamburg.de/WorkingPapers/HCED-044.pdf |
| Volume: | 44 |
| Pages: | 1-15 |
| Document types: | research paper |
| Level: | advanced |