Das Belastungsverträglichkeitskonzept
Das Belastungsverträglichkeitskonzept: Die Bedeutung von Kraft- und Koordinationstraining aus verletzungs-prophylaktischer und leistungsoptimierender Sicht Die vorliegende Arbeit beinhaltet die Entwicklung eines Belastungsverträglichkeitskonzeptes für die Primärprävention, um das Auftreten von Verletzungen bei oftmals "sprunghaften" Umfangs- und Intensitätserhöhungen in den unterschiedlichen Leistungs- und Niveau-gruppen minimieren zu können. Dabei stellt die Entwicklung der globalen Stabilisatoren [außen am Körper angelagerte und sichtbare Muskulatur], zur Erhöhung der Grundkraft in einzelnen Gelenksystemen und im Bereich der Wirbelsäule, nur einen Teil des Trainingskonzeptes dar. Lokale Stabilisatoren [tiefliegende und gelenksnah verlaufende Muskelstrukturen - die 1. Instanz sämtlicher stabilisierender Systeme] finden in der trainingsmethodischen Vorgehens-weise zur Entwicklung der stützmotorischen Leistungsfähigkeit ebenso Berücksichtigung, wie die Einordnung der lokalen und globalen Muskelsysteme in gesamte Muskelketten. Auch wird dabei die konditionelle Ausrichtung der Stabilisationsleistung zur Steuerung und die Kontrolle von Gelenk- und Segmentbewegungen, letzteres vor allem bei lang anhaltenden Belastungen im Alltag und Sport, berücksichtigt. Zusätzlich werden Methoden zur Entwicklung der Festigkeit des Bindegewebes gegenüber intensitäts- und umfangsorientierten Bewegungsdynamiken dargestellt und durch eine Reihe von Übungsbeispielen und Trainingsprogrammen ergänzt. Die vielfach in der Literatur unter Ruhebedingungen angeführten Muskelfunktionen, werden in der vorliegenden Arbeit in ihrer stabilisierenden und dynamischen Wirkung differenziert und primär funktionsorientiert dargestellt und können dadurch als Orientierungsgrundlage zur Erstellung von Krafttrainingsprogrammen herangezogen werden. Im abschließenden Teil der Arbeit wird der Funktionsverlust der gelenk- und segment-stabilisierenden Systeme bzw. Einrichtungen unter Schmerz-, Schadens- oder auch Entzündungseinfluss diskutiert! Letztendlich werden aus trainingsmethodischer Sicht sekundärpräventive Maßnahmen [nach medizinischen und physiotherapeutischen Interventionen] vorgestellt, die zu Wiedererlangung bzw. Reaktivierung der stütz-motorischen Leistungsfähigkeit beitragen sollen.
The concept of physical stress tolerance: The importance of strength and sensomotor training regarding injury prevention and performance improvement The aim of this thesis was to develop a "physical stress tolerance concept" for all classes of athletes and non-athletes that decreases the number of injuries often caused by a too rapid increase in volume and intensity of training. One part of this concept is the training of the global stabilizing muscles [superficial, visible muscles] to increase muscle strength in several joint systems and the spine. Not only the local stabilizing muscles [located deep within the body and closed to joints are reacting first when it comes to stabilizing joints] but also the arrangement of local and global muscles in muscle chains are equally important when it comes to training methods and procedures. Furthermore, considerations are made on the improvement of stabilizing endurance regarding the control of joint and segment motion, especially in long lasting daily life activities and sports. Additionally, methods for developing a firm connective tissue are described, regarding differences in intensity vs. volume motion dynamics and get explained with the help of various examples of exercises and training programs. The muscle functions are well known from literature and are described in this paper in a more profound way, as the effect and difference of motion and stabilization are taken into consideration. The emphasis is put on the functional training of muscles providing guidelines for establishing strength training programs. The final part of this paper deals with the loss of function within the joint- and segment stabilizing systems due to pain, damage or inflammation. For secondary prevention [after medical and physical therapy], methods for regaining and reactivating the postural motor system are presented.
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| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Trainingswissenschaft Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Wien
2012
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| Ausgabe: | Wien: Universität Wien, Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport, 2012.- 158 S. |
| Online-Zugang: | http://othes.univie.ac.at/21179/ |
| Seiten: | 158 |
| Dokumentenarten: | Diplomarbeit |
| Level: | hoch |