Ironman und Htx. Hohe sportliche Leistungsfähigkeit vor und nach Herztransplantation
Es wird über einen jetzt 45-jährigen Mann berichtet, der bis zu seinem 38. Lebensjahr Leistungssport betrieben hat. Im Herbst 1998 traten erstmals eine Leistungsminderung und ein Druck in der Brustgegend auf. Die kardiologische Diagnostik ergab das Bild einer dilatativen Kardiomyopathie (DCM). Trotz intensiver medikamentöser Therapie kam es im Laufe von 3 Jahren zu einer progredienten Verschlechterung der Klinik wie auch der objektiven kardiologischen Befunde. Begleitend durchgeführte Spiroergometrien bestätigten dies. Im Mai 2002 wurde die Indikation für eine Listung zur Herztransplantation (Htx) gestellt. Im August 2003 erfolgte die orthotope bikavale Htx (Universität Göttingen); ambulante Nachbetreuung seit Oktober 2003. Die Leistungsfähigkeit besserte sich in kurzer Zeit. Seit Dezember 2003 kann der Patient wieder täglich Sport treiben und hat u.a. am 31.12.2003 an einem Silvesterlauf über 10 km teilnehmen können; seit 2004 ist er als Schwimmtrainer im Nachwuchsbereichüberaus erfolgreich tätig. Aufbauend auf den spiroergometrischen Befunden werden aktuelle Konzepte zur Pathophysiologie und zum Training bei Herzinsuffizienz erörtert, und es wird die Frage ventiliert, ob und inwieweit eine sportliche Veranlagung die klinische Verlaufsform nach Htx begünstigt.
© Copyright 2006 Herz. Springer. Veröffentlicht von Urban & Vogel. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin Ausdauersportarten |
| Veröffentlicht in: | Herz |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Urban & Vogel
2006
|
| Online-Zugang: | https://doi.org/10.1007/s00059-006-2817-7 |
| Jahrgang: | 31 |
| Heft: | 6 |
| Seiten: | 586-592 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |