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Position Statement - 4. Symposium 2008 Reize, Wirkungen, Anpassungsprozesse im Spitzensport III: Struktur, Diagnostik und Steuerung energetischer Prozesse (in Verbindung mit "Coaches Clinic", Schwimmverband NRW)

(Position Statement - 4th symposium 2008 Impetus, effect, adaptation processes in high-performance sport III:Structure, diagnostics and control of energetic processes (in collaboration with "Coaches Clinic", Schwimming Association North Rhine Westfalia))

kostenfreie Anmeldung bei Momentum erforderlich! 1. Traditionelle Kategorien (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer etc.) sind für eine moderne Leistungssteuerung, besonders im Hochbelastungsbereich, nicht mehr zeitgemäß. 2. Es sollte ein spektrale Sichtweise verstärkt werden, die fließende Übergänge zwischen vorwiegend mechanischen und metabolischen Belastungselementen vorsieht. 3. Auch an den Enden des Spektrums ("Mechanik" resp. "Kraft" sowie "Metabolik" resp. "Ausdauer") liegen wichtige Kenngrößen des jeweils anderen Endes vor: Kein "Krafttraining" ohne metabolische Anforderungen, kein "Ausdauertraining" ohne mechanische Anforderungen. 4. Traditionelle Vorstellungen über die Bedeutung umfangorientieren Trainings zur Verbesserung der aeroben Ausdauer sollten überdacht werden. Es liegt eine Vielzahl von Hinweisen aus gut gesicherten Studien der internationalen Literatur vor. Diese zeigen Trainingseffekte für die sog. Grundlagenausdauer, ausgedrückt durch die max. Sauerstoffaufnahme, die durch ein hoch-intensives Trainings besonders wirksam und in kurzer Zeit gesetzt werden konnen. Das gilt für den Nachwuchsbereich in ähnlicher Weise wie für den höchsten Leistungsbereich. 5. Laktat ist als alleinige Kenngröße für die energetische Leistungsfähigkeit unzureichend. Traditionelle Laktatschwellenkonzepte zur Steuerung der Intensitäten können von der Messung und der Interpretation mit erheblichen Fehlern behaftet sein. 6. Immer wichtiger werden Messgrößen, die uns direkte Informationen über Reaktionen und Anpassungen im Zielgewebe geben. 7. Die Gefahr einer akuten und chronischen Überlastung ("overreaching") bis hin zum Übertraining ("overtraining") ist zu berücksichtigen. Einfache Kenngrößen (Ruhe-Herzfrequenz, Ruhe-Temperatur, Körpergewicht) können hier ebenso helfen, den akuten Belastungszustand und chronischen Belastungsverlauf zu dokumentieren und beeinflussbar zu machen. Moderne Labormethoden sind in der Lage, differenzierte Messgrößen (Biomarker) zu Verfügung zu stellen, mit denen auf hohem Niveau ein "Belastungsmonitoring" ermöglicht wird.
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:training science biological and medical sciences
Published in:momentum@on
Language:German
Published: Köln 2008
Online Access:http://archiv.swimpool.de/news/download/080905_coaches_clinic_programm.pdf
Pages:1
Document types:multimedia document
Level:advanced