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Markers of excessive exercise

Übertraining ist bei Langstreckenläufern ein ernsthaftes Thema und beeinträchtigt 65 % der Läufer irgend einmal in ihrer Wettkampflaufbahn. Klinisch stellt es sich dar in nichtspezifischen, jedoch klassischen Symptomen wie Ermüdung, Stimmungsschwankungen, häufigen Infekten der oberen Luftwege und Verletzungen sowie in einer Abnahme der Leistung. Dysfunktion der Hypothalamus-Hypophysen-Achse durch wiederholten physischen oder nichtphysischen Stress stellt die wahrscheinlichste Pathogene dieser Bedingung dar. Es gibt kein einzelnes biologisches Kennzeichen, das einen Übertrainingszustand diagnostiziert, d.h., unterschiedliche Parameter bedürfen weiterer Untersuchungen. Die Zeit bis zur volitiven Ermüdung auf einem Fahrradergometer bei einer Intensität von 110 % der individuellen anaeroben Schwelle ist ein möglicher Labortest. Speichel-IgA verspricht ein nützlicher immunologischer Marker für den Übertrainingsstatus zu sein. Weitere Untersuchungen sind notwendig, um die Validität von Plasma-Glutamin als Blutmarker zu bestimmen. Gegenwärtig werden am meisten die Ermittlung des Stimmungsstatus des Sportlers und verschiedene psychologische Verfahren angewandt.
© Copyright 1999 Canadian Journal of Applied Physiology. Human Kinetics. All rights reserved.

Bibliographic Details
Subjects:
Notations:biological and medical sciences
Published in:Canadian Journal of Applied Physiology
Language:English
Published: Champaign 1999
Volume:24
Issue:1
Pages:66-73
Document types:article
Level:advanced intermediate