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Disrupting institutional reproduction? How Olympic athletes challenge the stability of the Olympic Movement

(Institutionen im Wandel? Wie Olympische Athlet*innen die Olympische Bewegung destabilisieren)

Summary The recent years have seen a surge in elite athlete activism. This article examines how Olympic athletes are currently challenging the stability of central institutions of the Olympic Movement as collective political actors. The study builds on explanations of stability and change stemming from punctuated equilibrium theory and path dependency. Applying a multiple mini case study design, it is first illustrated how these mechanisms have been in play in the reproduction and disruption of historic Olympic institutions. The main analysis then shows how Olympic athletes, through their different organizational forms, challenge institutions that are detrimental to their interest. The findings illustrate that Olympic athletes have increased their power resources and apply strategies to defy institutions, which are reproduced on the basis of path-dependent explanations. In doing so, athletes have the potential to severely destabilize the system if their interests remain unaccounted for by those governing the Olympic Movement. Zusammenfassung Politischer Aktivismus von olympischen Athleten hat in den letzten Jahren deutlich an Sichtbarkeit und Bedeutung gewonnen. Dieser Artikel untersucht, wie olympische Athleten als kollektive politische Akteure zentrale Institutionen der olympischen Bewegung herausfordern. Die Untersuchung baut auf den theoretischen Mechanismen der Reproduktion von Institutionen der Punctuated Equilibrium Theorie und der Pfadabhängigkeit auf. In mehreren "Mini-Fallstudien" wird zunächst dargestellt, wie diese Mechanismen Stabilität bzw. Wandel von Institutionen in der Geschichte der olympischen Bewegung bedingten. Die Hauptanalyse zeigt dann auf, wie olympische Athleten in ihren verschiedenen Organisationsformen destabilisierend auf Institutionen einwirken, die ihren Interessen entgegenstehen. Die Ergebnisse zeigen, dass olympische Athleten ihre Machtressourcen vergrößert haben und gezielt Strategien anwenden, die die Reproduktion zentraler Institutionen beeinträchtigen. Damit besitzen sie das Potenzial, das System nachhaltig zu destabilisieren, sollten ihre Interessen nicht entsprechend berücksichtigt werden.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Organisationen und Veranstaltungen Leitung und Organisation
Veröffentlicht in:Sport und Gesellschaft - Sport and Society
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: De Gruyter Oldenbourg 2021
Online-Zugang:https://doi.org/10.1515/sug-2021-0002
Jahrgang:18
Heft:1
Seiten:9-37
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch