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Visuelle Leistungsfähigkeit in den Rückschlagsportarten - Bedeutung, Diagnostik und Intervention

Die visuelle Leistungsfähigkeit hat in den Rückschlagsportarten (u. a. Tennis, Tischtennis, Beachvolleyball) eine wesentliche Bedeutung für die Bewegungskoordination und die Gleichgewichtsregulation. Die hohen Ball- und Aktionsgeschwindigkeiten und die Notwendigkeit, Ballflugwege und Gegnerverhalten visuell zu erfassen, um den Ball im richtigen Moment an der richtigen Stelle im Raum zu treffen, beanspruchen in hohem Maße die Kapazität und Präzision des optischen Analysators. Sport- und Rückschlagspieler sollten daher als visuelle Mehrkämpfer über eine gute Sehschärfe, Kontrastempfindlichkeit und Tiefenwahrnehmung sowie ein gutes Bewegungssehen und peripheres Sehen verfügen. Die auch im Spitzensport konstant hohe Zahl an Fehlsichtigen, die ihren Sport ohne Sehhilfe ausüben, sowie der enge Zusammenhang zwischen der visuellen Leistungsfähigkeit und der motorischen Leistung zeigen, dass regelmäßige Sehtests auch aus unfall- und verletzungsprophylaktischer Sicht dringend notwendig sind, um Defizite möglichst frühzeitig aufzeigen und optisch korrigieren zu können. Aufgrund der nachgewiesenen Trainierbarkeit visueller Teilleistungen, v. a. der blickmotorischen Leistungsfähigkeit, sollte die sportartspezifische Wahrnehmungsschulung ein elementarer Bestandteil des Trainings sein. Abstract from author
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Spielsportarten
Tagging:Rückschlagspiele
Veröffentlicht in:Sport-Orthopädie - Sport-Traumatologie
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2019
Online-Zugang:https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0949328X19300080
Jahrgang:35
Heft:1
Seiten:14-21
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch