Fragebögen und Testmethoden der Bewegungsvorstellung

Mentale Vorstellungen werden im Sport vornehmlich in Form von Vorstellungen einer Bewegung eingesetzt. Der Gebrauch von Bewegungsvorstellungen hat sich inzwischen in einer Vielzahl von Sportarten etabliert und der Nutzen systematischer Bewegungsvorstellungen wurde mehrfach belegt. Durch Bewegungsvorstellung soll das Erlernen und Stabilisieren von Bewegungen gefördert und in der Rehabilitation die Rückgewinnung bereits erlernter Fähigkeiten erleichtert werden. Die Qualität der Bewegungsvorstellung hat darauf einen weitreichenden Einfluss. Daher geht diese Übersicht umfassend auf die Quantifizierung der Vorstellungsqualität ein. Möglichkeiten zur Erfassung der Bewegungsvorstellung werden vorgestellt. Bei der Messung anhand von Fragebögen welche die Leichtigkeit (z. B. Movement Imagery Questionnaire), Lebhaftigkeit (z. B. Vividness of Movement Imagery Questionnaire) und den Gebrauch von Bewegungsvorstellungen im Sport (z. B. Sport Imagery Questionnaire) abbilden, spielen verschiedene Sinnesmodalitäten wie visuelle und kinästhetische Repräsentationen aber auch die Perspektive der Vorstellung eine zentrale Rolle. Als Alternative gelten quantitative Messungen der Vorstellungszeit. Sowohl Einsatzmöglichkeiten als auch Grenzen der Messmethoden werden aufgezeigt. When mental imagery is used in sport, the focus is primarily on motor imagery. Motor imagery is utilized in a variety of sports and its effect on athletic performance has been well proven. Motor imagery facilitates learning and the optimization of movements. Further, motor imagery may support recovery after injuries. The effectiveness of motor imagery is influenced by the quality of the image produced by the athlete. Therefore, this review concentrates on the methodology to quantify the quality of imagination. Perspectives of the image and modalities, such as visual and kinesthetic representations, are discussed. Advantages and limitations of questionnaires measuring ease (e. g., Movement Imagery Questionnaire), vividness (e. g., Vividness of Movement Imagery Questionnaire), and use of motor imagery in sport (e. g., Sport Imagery Questionnaire) as well as quantitative measurements of durations of imagined movements are outlined.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Nachwuchssport Sozial- und Geisteswissenschaften
Veröffentlicht in:Zeitschrift für Sportpsychologie
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2015
Online-Zugang:http://doi.org/10.1026/1612-5010/a000146
Jahrgang:22
Heft:3
Seiten:112-124
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch