Der Trendsport Snowblading und seine Risiken
In einer Unfallstudie wurden die Untersuchungsergebnisse von 3557 Patienten, die in der Wintersaison 99/00 bis 02/03 in der unfallchirurgischen Abteilung im Klinikum Garmisch-Partenkirchen aufgrund einer Ski-, Snowblade- oder Snowboardverletzung versorgt wurden, ausgewertet. Unter den erfassten Skiverletzten konnten 70 Snowblade-Verunfallte hinsichtlich ihres Verletzungsmusters den Fahrgruppen Carving, konventionellem Skifahren und Snowboarding gegenübergestellt und analysiert werden. Die Studie soll einen Beitrag zur Erfassung von Verletzungen in der Trendsportart Snowblading leisten, die bisher in der Literatur keine Erwähnung findet. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die Verteilung der Verletzungen nach Körperregionen beim Snowbladen der beim Skifahren gleicht und divergent zum Snowboarden ist. Ferner zeigt die Studie bei Snowbladern im Vergleich zu den anderen Fahrgruppen Unterschiede im Verletzungsmuster. Frakturen an der unteren Extremität treten im Rahmen akrobatischer Sprünge statistisch sehr signifikant häufiger auf. Bandrupturen, insbesondere VKB-Rupturen, fanden sich im Gegensatz zu Carvern und konventionellen Skifahrern mit statistischer Signifikanz seltener bei Snowbladern. Hingegen traten Distorsionen im Vergleich zu Carvern und Snowboardern statistisch signifikant häufiger auf. Sicherheitsbindungen für Snowblades könnten das Verletzungsrisiko reduzieren.
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin Kraft-Schnellkraft-Sportarten |
| Veröffentlicht in: | Sportverletzung Sportschaden |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
2005
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| Online-Zugang: | https://doi.org/10.1055/s-2005-858291 |
| Jahrgang: | 19 |
| Heft: | 4 |
| Seiten: | 195-199 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |