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The ratio of 2nd to 4th digit length and performance in skiing

(Das Verhältnis zwischen der Länge des 2. und 4. Fingers und der Leistung im Skisport)

Hintergrund: Das Verhältnis der Länge des 2. zum 4. Finger (2D:4D) ist bei Männern und Frauen unterschiedlich, wobei der Wert bei Männern tendenziell niedriger ist (längere 4. Finger im Verhältnis zum 2.) als bei Frauen. Es gibt Beweise dafür, dass ein niedriges Verhältnis von 2D:4D mit hohen pränatalen und im Erwachsenenalter vorhandenen Testosteronwerten, mit einer guten visuell-spatialen Fähigkeit, Schutz gegen Herzanfälle, höherer Sportbetätigung sowie einer guten fußballerischen Leistung in Zusammenhang steht. Ziel dieser einleitenden Studie war die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen 2D:4D-Verhältnis und Skifahrgeschwindigkeit auf der Grundlage von auf einem 200m-Slalomkurs aufgezeichneten Zeiten von 72 Skiläufern. Methode: Jeder der Probanden absolvierte 2 einzelne Zeitläufe, die jeweils schnellere Zeit wurde für den Vergleich herangezogen. Als Kontrollpersonen dienten 72 vom Alter und Geschlecht passende Nicht-Skisportler. Ergebnisse: Die Männer wiesen niedrigere 2D:4D-Werte im Vergleich zu den Frauen auf; die Skiläufer wiederum zeigten ebenfalls niedrigere Werte im Vergleich zu den Nicht-Skiläufern. Alter und skiläuferische Erfahrung spielten für das 2D:4D-verhältnis keine Rolle. Die Leistungsanalysen waren auf die jüngeren Sportler (6-12 jahre, n=57) begrenzt. Alter und skiläuferuische Erfahrung zeigten eine negative Korrelation zur Bestzeit. Das 2D:4D-verhältnis korrelierte positiv mit den zeiten , d.h. Probanden mit einem niedrigeren 2D:4D-Wert erreichten die schnellsten Zeiten. Das Verhältnis zwischen 2D:4D und den Skifahrzeiten war unabhängig von Geschlecht, Alter und Leitung. Schlussfolgerung: Ein niedrigerer 2D:4D-Wert bei Skiläufern im vergleich zu Kontrollpersonen zeigt, dass Erstere andogenierter sind als Letztere. Ein niedriger 2D:4D-Wert wird mit schnellen Skilaufzeiten assoziiert. Das 2D:4D-Verhältnis steht bereits vor der Geburt fest und kann als Hilfe dafür benutzt werden, unter jungen Skiläufern diejenigen zu identifizieren, die das Potenzial zu hohen Leistungen haben.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin technische Sportarten
Veröffentlicht in:The Journal of Sports Medicine and Physical Fitness
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2002
Ausgabe:Torino 42(2002)4 S. 446-450, 3 Abb., 13 Lit.
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel