Starke Spiele - Starke Kinder. Spielesammlung für das Kinder- und Jugendtraining
Wer Kinder beobachtet, wenn sie allein oder miteinander spielen, wird schnell die Bedeutung erkennen, die das Spielen sowohl für die körperliche als auch für die psychische und soziale Entwicklung besitzt. Über spaßbetonte Spiele, die für Kinder immer neue Bewegungs- und Verhaltensherausforderungen parat haben, die sie mit viel Engagement, Ausdauer, Einfallsreichtum meistern wollen, bei denen sie toben und sich ausprobieren können, bei denen sie miteinander ihre Kräfte messen und manchmal auch ihre (noch vorhandenen) körperlich-sportlichen Grenzen erleben, entwickeln sich die Mädchen und Jungen im Kindes- und Jugendalter. Gleichzeitig leisten die Spiele, wie alle sportlichen Aktivitäten, einen Beitrag zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit, zur Belastbarkeit und zur Gesunderhaltung und sie fördern das Sozialverhalten. Kinder entwickeln eine soziale Zusammenarbeit, übernehmen für- und miteinander Verantwortung, was wesentlich ist innerhalb ihrer Persönlichkeitsentwicklung.
Und so sind Eltern, Erzieherinnen, Lehrer und Übungsleiter immer wieder aufs Neue aufgefordert, ihrer Kreativität Lauf zu lassen, um neue, spannende Spiele zu erfinden, sie den Kindern und Jugendlichen zu präsentieren, sie für diese zu motivieren und auch mit ihnen gemeinsam weiterzuentwickeln. Eng verbunden damit ist aber auch, dass sie den Blick dafür schärfen, wo es Risiken für die Gefährdung des Kindeswohles geben kann, wo sie eingreifen müssen, um potenzielle Gefahren für die Mädchen und Jungen abzuwenden.
Für diesen Gesamtkomplex und Aufgaben und Verantwortungen der mit den Kindern Sport treibenden Erwachsenen hat die Sportjugend Hessen diese kompakte Broschüre entwickelt. Auf den einleitenden Seiten geht es den Autoren darum, die Erwachsenen für ihre Verantwortung zu sensibilisieren, aber gleichzeitig auch darum, sie für die großartigen Möglichkeiten zu motivieren, die sich aus dem Sport in diesem Altersbereich für die Persönlichkeitsentwicklung ergeben.
Der Hauptteil besteht aus Spielkonzeptionen für fünf Themenbereiche:
- Grenzen erkennen, setzen und verteidigen
- Emotionen wahrnehmen, einsortieren und zeigen
- Sprache und Stimme einsetzen
- Stärke und Kräfte messen
- Helfen und helfen lassen.
Aus dieser Themenformulierung wird der Denk- und Handlungsansatz deutlich, in Spielform das Verhalten im Sport, in meiner Sportgruppe und gegenüber den Erziehern, Lehrern oder Übungsleitern zu erlernen. Ein wesentliches Ziel des sportlichen Übens soll innerhalb der 35 Spielvorschläge darin bestehen, den Kindern zu verdeutlichen, wie sie Spaß am Sport empfinden können, wie sie sich aktiv beteiligen können und wie ein Zusammenwirken mit den anderen Beteiligten aussehen sollte. Sie sollen schrittweise verstehen, in welchen Formen sie sich beteiligen können, wie sie den Rahmen auch selbst mitgestalten, in dem die sportlichen Aktivitäten geplant und durchgeführt werden. Sie sollen formulieren können, wann sie Spaß empfinden und wann ihnen sportliche, körperliche Aktivitäten unangenehm sind oder werden, und wie sie mit einem solchen Gefühl auch umgehen sollen. Und so werden sie Spiele wie "Mit den Augen sprechen", "Guten Tag", Schreilauf, Mein Platz oder Revierverteidigung mit viel Gewinn ausführen können, gerade weil sie sich stark von den typischen sportlichen Spielformen im Sportunterricht oder im Vereinstraining unterscheiden. das sollen sie auch, da sie nicht primär auf die konditionelle und/oder koordinative Leistungsentwicklung fokussiert sind, sondern sich mit dem Verhalten zu- und untereinander während des Sportunterrichts oder der Trainingseinheit befassen.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Freizeitsport Nachwuchssport |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Frankfurt (Main)
Meyer & Meyer
2014
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| Schriftenreihe: | Topps, 15 |
| Seiten: | 69 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | niedrig |