Production of angular momentum in double somersaults

(Produktion des Drehimpulses beim Doppelsalto)

Mit der Untersuchung sollten Informationen zur Beziehung zwischen den Handlungen von Bodenturnern und dem linearen bzw. Drehdrehmoment bei Absprüngen zum Doppelsalto rückwärts gesammelt werden. Dazu wurden bei den Bodenwettbewerben der Olympischen Spiele 1996 in Atlanta Videoaufnahmen (2 Kameras) von zwölf Turnerinnen gemacht, die eine unterschiedliche Körperstreckung während der Flugphase des Doppelsalto zeigten. Die Probanden wurden in zwei Gruppen eingeteilt: gestreckte Ausführung (S) und nicht-gestreckte (gebückte, gehockte) Ausführung (N). Für beide Gruppen wurden die Beziehungen zwischen dem Eingans- und dem Ausgangsmoment und den Veränderungen der Körperhaltung während des Absprungs untersucht. Für die Berechnung der 3D-Koordinaten der digitalisierten Gelenkzentren wurde die direkte lineare Transformation eingesetzt. Massenträgheitsdaten wurden für jede Turnerin aus Durchschnittswerten ermittelt, die individuell nach den Werten der Länge der digitalisierten Körpersegmente ermittelt wurden. Mit der Methode von Yeadon (1990) wurden normalisierte Drehmomente pro Sekunde für gestreckte Salti über einer Transversalachse durch das Massezentrum errechnet. Ermittelt wurden ebenfalls Veränderungen von Gelenkwinkeln und durchschnittlichen Gelenkwinkelgeschwindigkeiten an den Fuß-, Knie-, Hüft- und Schultergelenken. Die RMS-Unterschiede zwischen den gemessenen Positionen des Kalibrierungsrahmens und der prognostizierten Position lagen bei 0.0073 m horizontal und 0.0026 m vertikal. Bei der S-Gruppe waren die Eingangswinkelmomente höher (S=2.4, N=2.1, p<0.05) und die Bodenkontaktzeiten kürzer (S=0.112 s; N=0.125s, p<0.001). Bei den anderen Eingangsvariablen wurden keine Unterschiede festgestellt.Bei doppelten nicht-gestreckten Salti veränderten die Turnerinnen ihre Haltung während des Absprungs von gebückt zu gestreckt, während es bei gestreckten Doppelsalti zu einer Veränderung von gebückt zu einer bogenförmigen Haltung kam. Ein höheres Drehmoment bei der Landung und eine bogenförmige Körperhaltung während des Bogenkontakts können als Techniken verstanden werden, die Turner nutzen, um ein höheres Drehmoment beim Absprung zu erreichen. Turner verlieren während des Absprungs für alle Typen des Doppelsalto rückwärts Drehmoment, die schnelle Einnahme einer bogenförmigen Haltung während des Absprungs für den gestreckten Doppelsalto rückwärts reduziert diesen Verlust und ermöglicht es, den notwendigen hohen Wert des Drehmoments zu erreichen. - Autorreferat -
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Naturwissenschaften und Technik technische Sportarten
Veröffentlicht in:ISBS - Conference Proceedings Archive (Konstanz)
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1998
Ausgabe:Konstanz: UVB, 1998.- S. 40, 3 Lit.
Dokumentenarten:Kongressband, Tagungsbericht
Level:hoch mittel