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Das neue Stretching. Fit und beschwerdefrei mit Functional Training

Schon die begriffliche Bezeichnung deutet an, worum es beim Functional Training gehen soll: Die effektive Ausführung ausgewählter Bewegungsmuster aus dem beruflichen oder familiären Alltag, aus dem sportlichen Training oder Wettkampf soll durch ein funktionelles Training unterstützt werden. Dazu wird nicht auf komplizierte Trainingsgeräte in Fitness-Studios oder in Sportvereinen gesetzt, sondern es wird primär nur mit dem eigenen Körper trainiert. Eingesetzte Trainings- und Hilfsgeräte sind auf eine Weichbodenmatte, einen Stuhl, ein Seil oder eine Hartschaumrolle reduziert. Damit wird eine sehr natürliche Trainingsumgebung geschaffen, die sich auch dadurch auszeichnet, dass sich der Körper der Trainierenden frei in allen Dimensionen bewegen kann, was letztlich auch in der großen Mehrzahl der Fälle den Bewegungssituationen des Alltags oder des sportlichen Trainings und Wettkampfs entspricht. Seinen fachlichen Ausgangspunkt findet das funktionelle Training in der Physiotherapie, in der Biomechanik und in der Osteopathie. Dabei geht es stets darum, Körperstrukturen mit Bewegungsfunktionen zu verbinden, da sich diese in einer wechselseitigen Abhängigkeit befinden. Von grundlegender Bedeutung ist dabei, den Körper stets in seiner Gesamtheit zu betrachten und zu trainieren, um zu verstehen wie die von außen, durch das Training, gesetzten Impulse zu Reaktionen im Körper führen. In diesem Zusammenhang betont der Denk- und Trainingsansatz das Konzept der Ursache-Folge-Ketten der Osteopathie und arbeitet gezielt mit Faszienketten, die eine formbare, bewegliche Einheit des menschlichen Körpers darstellen. Das Ziel des Functional Training ist es, durch die Stärkung der Körpermitte eine zeitnahe und signifikante Verbesserung der Stabilität der großen Gelenke zu erreichen, dies auch unmittelbar erlebbar zu machen. Die dafür eingesetzten Trainingsprinzipien lauten: - Muskelketten trainieren, - Propriozeptive Neuromuskuläre Faszilation nutzen, - Neurophysiologische Dehnung einsetzen und - mit segmentaler Stabilität und richtiger Bauchspannung arbeiten. Bevor es aber losgeht wird empfohlen, verschiedene Tests für Beine und Hüfte, den Schulterbereich und die Core-Muskulatur durchzuführen, mit denen Gleichgewicht und Beweglichkeit, Stabilität und Mobilität der getesteten Körperregionen ermittelt werden. Diese Ergebnisse bilden dann eine wichtige Orientierung, um individuelle Trainingsprogramme auf die Themen zu orientieren, in denen Defizite bzw. Schwachstellen diagnostiziert wurden. Für das Training selbst werden im Buch und auf der beiliegenden DVD insgesamt 36 Übungen vorgestellt, aus denen sowohl Trainingsprogramme mit unterschiedlichem Belastungsanspruch entwickelt werden können als auch für die speziell adressierten acht Körperregionen: unterer Rücken, Rumpf, Oberkörper, Brustkorb und Schultern, Hüfte und Becken, Bauch und Rücken, Hüfte und Gesäß sowie Beinmuskulatur. Dem Autor geht es dabei darum, dass die Trainierenden verstehen welche Wirkung erzielt werden soll und mit welcher Bewegungsausführung sowie dazu gehörigen Bewegungsvariationen das am effektivsten geschieht. Mit den Hinweisen auf Schlüsselpositionen innerhalb des Bewegungsvollzugs soll auch verhindert werden, dass typische Fehler oder Nachlässigkeiten die erwünschte Trainingswirkung beeinträchtigen. Auf der DVD werden ergänzend drei Programme für Beweglichkeit, Kraft und für die Erhaltung der Belastbarkeit des Rückens vorgestellt, die den praktischen Nutzen der Publikation weiter erhöhen. Insgesamt bietet das kompakte Buch insbesondere für das eigenständige Trainieren in häuslicher Umgebung oder in Ergänzung sportlichen Trainings im Fitness-Studio oder Verein eine gute Orientierung.
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:training science
Language:German
Published: München Gräfe und Unzer 2012
Edition:München: Gräfe und Unzer, 2012.- 80 S.
Pages:80
Document types:book
Level:intermediate