Stretching Anatomie

Während der gesundheitliche Nutzen regelmäßigen Ausdauer- und Krafttrainings seit längerer Zeit bereits mehr oder weniger zum Allgemeingut bei allen Sportinteressierten und Sporttreibenden geworden ist, war es schwerer und dauerte es länger, bis sich eine vergleichbare Haltung bezüglich eines regelmäßigen Beweglichkeitstrainings zu etablieren begann. Fortschritte hat es sowohl durch die verstärkte Einführung von Yoga und Pilates in den Fitnesssport gegeben, wobei hier stets auf die trainingsmethodischen Schwerpunkte und Inhalte (wie die Stärkung einzelner Muskelgruppen und das Höchstmaß an Genauigkeit in der Bewegungsausführung) hingewiesen werden muss, und dass nicht zwingend die Verbesserung der Beweglichkeit oder die Erhöhung des Bewegungsspielraums der Gelenke im Vordergrund stehen. Für die Verbesserung der Beweglichkeit und Gelenkigkeit kann aber gerade das Stretching einen wichtigen Platz im Kanon der eingesetzten Trainingsmethoden und Trainingsmittel einnehmen, wenn es kontinuierlich und korrekt eingesetzt wird. Hier sehen die beiden Autoren des vorliegenden Buchs ihr Hauptanliegen und beschreiben deshalb, wie mit Hilfe des Stretchings die Bewegungsamplitude und die Beweglichkeit verbessert, das allgemein-konditionelle Training ergänzt, die Wiederherstellung der Trainierenden nach Belastung beschleunigt und die Bewegungseffizienz maximiert werden können. Dazu nehmen sie eine detaillierte Beschreibung der Prozesse vor, die sich bei den verschiedenen Stretchübungen im Körper abspielen bzw. wie sie diesen beeinflussen. Übungen für verschiedene Körperregionen werden detailliert in Text und Bild vorgestellt und hinsichtlich der Bewegungstechnik, der dadurch gedehnten Muskeln sowie den Bewegungen in diesen Muskelpartien diskutiert. Die Differenzierung der Körperregionen erfolgt nach Dehnübungen für - den Hals, - Schulter, Rücken und Brust, - Arme, Handgelenke und Hände, - den unteren Rumpf, - die Hüfte, - Knie und Oberschenkel sowie - Füße und Waden. Für die Stretchingprogramme werden fünf aufeinander folgende Schwierigkeitsgrade empfohlen, deren Einsatz sich nach der Zielstellung des Trainings sowie dem individuellen Leistungsniveau richtet. Dadurch wird ein praktischer und praktikabler Ratgeber bzw. Leitfaden zur Gestaltung der Belastungsintensität geliefert, da jeder Trainierende die für ihn geeignete, beherrschbare Belastungsstufe auswählen kann und auch die Möglichkeit angeboten bekommt, sich durch regelmäßiges Stretchingtraining die Voraussetzungen anzutrainieren, um in die nächst höhere Stufe zu wechseln. Die Belastungsstufen sind so gewählt, dass ab der Stufe 2 von einem eigenständigen Stretchingtraining auszugehen ist, während die Dehnungsübungen der Anfangsstufe auch für Aufwärmprogramme geeignet sind.
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:training science
Language:German
Published: München Copress 2009
Edition:2., durchges. Aufl.
Pages:147
Document types:book
Level:intermediate