Anatomie für Fitness-, Kraft- und Muskeltraining für Frauen
Trainingsmethodik und Biowissenschaften bilden ein untrennbares Paar bei der Entwicklung und Durchführung von Trainingsprogrammen in allen Leistungsklassen und Altersgruppen. Von gesichertem Wissen aus diesen Disziplinen ausgehend, gilt es in der Trainingsplanung eine Differenzierung des Trainings u. a. hinsichtlich Lebensalter der Sportlerinnen und Sportler, ihrem Trainingshintergrund oder der sportlichen Zielstellung vorzunehmen. Des weiteren muss auch die Geschlechtsspezifik beachtet werden, um ein effektives Trainingsregime in der jeweiligen Sportart zu entwickeln und keine einseitige oder Überbelastung zuzulassen. Innerhalb der Geschlechtsspezifik schafft die Anatomie Grundvoraussetzungen, die bei Ärzten, Physiotherapeuten, Trainer, Sportlehrern oder Übungsleitern bekannt sein müssen, um ein systematisches Training aufzubauen, mit dem die gewünschten Trainingseffekte auch tatsächlich erzielt werden können. Wissenschaftliche Erkenntnisse aus der (Sport)Anatomie der zurück liegenden Jahre haben nachdrücklich unterstrichen, dass das Training in den Sportarten zwischen Frauen und Männern Unterschiede aufweisen muss, d. h. für Frauen sind die Übungsauswahl sowie die Belastungsformen, -intensitäten und -umfänge anders zu bestimmen als für Männer.
Hier setzt Mark Vella mit seinem Buch zur Anatomie des weiblichen Körpers an, in dem er sich dem Fitness-, Kraft- und Muskeltraining zuwendet. Er erklärt kurz und knapp Unterschiede im Knochenbau, in der Muskulatur und im Bindegewebe, im Fettgewebe, beschreibt die Somatotypen (endomorph, mesomorph und ektomorph) und erläutert die notwendigen Schritte zur Entwicklung eines Trainingsprogramms. Diese beginnen mit der Ermittlung des aktuellen Leistungsvermögens durch Tests und setzt sich fort mit medizinischen Untersuchungen zum Body Mass Index oder Fettanteil.
Danach werden grundlegende Trainingsziele formuliert: Soll ein allgemeines Konditionsprogramm, ein Programm zur Gewichtsreduktion oder für die Verbesserung der kardiovaskulären Leistungsfähigkeit durchgeführt werden, oder geht es um ein Muskelaufbau- und Krafttraining, ein stabilisierendes, funktionales Kraft- und Beweglichkeitstraining oder ein Training unter Wohnungsbedingungen für ältere Frauen. Für all diese Trainingsziele liefert das Buch eine erste Orientierung, die aber zweifelsohne individualisiert werden kann und auch sollte.
Darauf baut dann die Präsentation verschiedener Möglichkeiten auf. So wird das aerobe Training (wie Walking, Joggen oder Laufen, Aerobics oder Schwimmen) vorgestellt. Themen werden Körperstabilisierung und dafür geeignete Übungen findet der Leser ebenso wie Übungen zur Stabilisierung der abdominalen Muskulatur oder zur Entwicklung des Gleichgewichts. Daran schließt sich Übungsgut für das Training der Muskulatur der Brust (9 Übungen), der Beine und Hüfte (21 Übungen), des Rückens und der Schultern (16 Übungen) sowie der Arme (8 Übungen) an. Es gibt Übungen ohne Trainingsgeräte, aber auch solche, die mit der Standardausstattung von Fitness- und Sportstudios problemlos ausgeführt werden können. Für jede der Übungen wird graphisch sehr leicht verständlich die angesprochene Muskulatur verdeutlicht, werden die Art der auszuführenden Bewegungen und die dabei mobilisierten Muskeln beschrieben. Natürlich geht der Autor auch auf die zweckmäßigste Technik der Bewegungsausführung ein, weist auf Schwerpunkte des Bewegungsablaufs und typische Fehlerquellen hin.
Abschließen findet man in diesem Buch zur Bewegungsanatomie Vorschläge für Stretchingübungen sowie Übungen zum Training der Beweglichkeit.
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| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Trainingswissenschaft Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
München
riva Verlag
2009
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| Ausgabe: | München: Riva, 2009. - 144 S. |
| Seiten: | 144 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | mittel |