Psychologie im Sport

Nicht selten hört oder liest man im Zusammenhang mit sportlichen Wettkämpfen, dass Sportpsychologen zum Betreuerteam von National- oder Vereinsmannschaften zählen und dass sich Weltspitzenathleten in einer Vielzahl von Sportarten durch diese betreuen lassen. Alle führenden Sportländer setzen zum Beispiel bei Olympischen Spielen Sportpsychologen ein, um ihre Sportlerinnen und Sportler auch psychologisch gut vorbereitet in den Wettstreit des Besten der Welt zu schicken. Das Einsatzspektrum hat sich dabei in den letzten zwei Jahrzehnten spürbar erweitert und reicht vom mentalen Training, der Psychoregulation, dem Entspannungstraining und der Visualisierung bis zum Motivationstraining oder der Konfliktbewältigung insbesondere in Mannschaftssportarten. Letztlich darf nicht unterschätzt werden, welche Bedeutung die Sportpsychologie innerhalb pädagogischer Konzepte und Interventionen insbesondere im Kinder- und Jugendsport bis zum Nachwuchsleistungssport hat. Probleme der Persönlichkeitsentwicklung, die im gemeinsamen Handeln von Eltern, Trainer, Lehrern und Psychologen bewältigt werden, können wesentlich zum sportlichen Erfolg beitragen. Im vorliegenden Praxishandbuch werden auf der Grundlage von psychologischen Methoden des Erkenntnisgewinns im Sport (wie der Selbstbeobachtung, Experimenten oder Fragebogen) Beispiele aus all diesen Handlungsfeldern vorgestellt. Dabei wird viel Wert auf die Darstellung der Zusammenarbeit von Sportler, Trainer und Betreuer und Sportpsychologen gelegt, wenn die psychologischen Maßnahmen von Erfolg gekrönt sein sollen. Dabei wird sehr detailliert Fragen nachgegangen, wie psychologisches oder mentales Training, psychoregulatives oder Entspannungstraining in den Gesamttrainingsprozess integriert werden kann, welche Interventionen in welchen Situation angewendet werden können. Sehr viel Raum wird auch dem Motivationstraining eingeräumt, bei dem auf das intentionale Handlungskonzept zurückgegriffen wird. Techniken der Motivierung werden vorgestellt, die Rolle der Formulierung von Nah- und Fernzielen erläutert, aber auch auf die verschiedenen Dimensionen der Einstellung von Sportlern hingewiesen. In einem weiteren Kapitel widmet sich der Autor dem Themenkomplex der Emotionalität im Sport. Emotionen und Gefühle wie Angst, Nervosität und Stress gehören zum Sport. Der Umgang mit ihnen mit dem Ziel ihrer Reduzierung oder Eliminierung gehört zu den zentralen Tätigkeitsfeldern von Psychologen und Trainern, weshalb ihre Erscheinungsformen und mögliche Interventionsmöglichkeiten diskutiert werden. Gleiches gilt auch für das Verstehen der Entstehung von Konfliktsituationen, der Entwicklung geeigneter Strategien um echte und unechte, destruktive und konstruktive, personale , Ziel- oder Rollenkonflikte zu lösen, wofür im Buch vielfältige Anregungen zu finden sind. Der besonderen Situation in Mannschaftssportarten geschuldet werden die sportpsychologischen Einflussmöglichkeiten in Teams analysiert, Fragen von Rollen innerhalb des Teams angesprochen, die Normbildung und -durchsetzung diskutiert und das Wechselspiel zwischen Trainer und Mannschaft bzw. einzelnen Mitgliedern des Teams vorgestellt.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Sozial- und Geisteswissenschaften
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Aachen Meyer & Meyer 2006
Ausgabe:4., überarb. Aufl.
Online-Zugang:https://www.amazon.de/s?k=Psychologie%20im%20Sport
Seiten:367
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch