Safeguarding the young athlete in sport

(Sicherheit und Schutz von Kindern und Jugendlichen im Sport)

Summary Recent cases and studies have proven the need for measures of prevention of interpersonal violence against children and adolescents in sports. Dimensions of violence are multi-faceted and e.g. range from psychological degradation or humiliation based on gender, body shape or performance, undue pressure on young athletes to achieve high performance, sex required as a prerequisite for team selection or privileges, physically injurious or sexually degrading initiation (hazing) rituals, to nutrition and weight loss regimes leading to eating disorders such as anorexia or other health problems, beatings and other forms of physical punishment as a spur to improved performance, injury through forced risk-taking in extreme environments and many other possible forms of violence. Perpetrators can most often be found in the direct environment of the athletes. As the child`s right to play is anchored in the United Nations` Convention on the Rights of the Child any organization providing sports activities for children and young athletes should establish safeguarding measures to help prevent interpersonal violence. The aim to support all positive effects of sports on the well-being of an athlete, governments, national sport governing bodies, organizations, international and national associations, sport managers, officials, parents and caregivers, coaches, support staff, physical education teachers, peers, medical, psychological and scientific staff, fans and educators need to be involved. Athletes should be encouraged to speak up for changes, and survivors should be given a safe space to speak their mind - but the responsibility to speak up and stop the abuse is never the athlete`s, but rather the perpetrator`s, and that of bystanders and those responsible for organizing sport. Zusammsenfassung In der jüngeren Vergangenheit wurden zahlreiche Fälle von Gewalt und Missbrauch im Kinder- und Jugendsport aufgedeckt, die die Etablierung von Präventionsmaßnahmen erforderlich machten. Die Etablierung dieser Maßnahmen ist komplex aufgrund der Vielzahl an möglichen Gewaltdimensionen, die etwa von psychischer Entwürdigung und Erniedrigung (sei es z.B. aufgrund des Geschlechtes, des Aussehens oder der Leistung), bis hin zu forcierter Erzeugung von Leistungsdruck, sexuellen Übergriffen oder sexueller Belästigung, körperlich schädigender oder sexuell erniedrigender Initiationsrituale oder auferlegter strenger Ernährungspläne zur Gewichtsreduktion (die letztlich zur Anorexie führen können) reichen. Weitere Formen der Gewalt sind z.B. physische Bestrafung, um bessere Leistungen zu erzwingen oder wenn Sportler*innen bewusst risikoreichen Situationen ausgesetzt werden und somit ein hohes Verletzungsrisiko eingehen müssen. Diejenigen, die Gewalt ausüben, sind häufig im unmittelbaren Umfeld der Sportler*innen zu finden. Jedes Kind und jeder Jugendliche hat das Recht zu spielen. Dieses Recht ist in der "United Nations` Convention on the Rights of the Child" verankert und jede Vereinigung und jeder Verein, die bzw. der sportliche Aktivitäten für Kinder und Jugendliche anbietet, muss für ein sicheres Umfeld und eine sichere Umgebung für die Kinder und Jugendlichen sorgen und muss somit Präventionsmaßnahmen gegen interpersonelle Gewalt etablieren. Alle beteiligten Instanzen müssen in diese Präventionsmaßnahmen einbezogen werden: Regierungen, internationale und nationale Verbände, Vereinigungen und Organisationen, Sportmanager, Offizielle, Eltern und Sorgeberechtigte, Trainer*innen, das Funktionsteam, Sportlehrer*innen, Mitspieler*innen bzw. andere Sportler*innen sowie medizinische, psychologische und wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, Fans und Ausbilder*innen. Die Athlet*innen sollten ihre Stimme erheben dürfen und Betroffene in einem sicheren Rahmen über das Erlebte sprechen. Die Gewalt und den Missbrauch zu stoppen, liegt jedoch nicht in der Verantwortung von Sportler*innen und Betroffenen, sondern in der der Täter*innen, Mitwissern und Organisator*innen der sportlichen Aktivitäten.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Nachwuchssport Theorie und gesellschaftliche Grundlagen Sozial- und Geisteswissenschaften Biowissenschaften und Sportmedizin Sportgeschichte und Sportpolitik
Tagging:Gewalt sexualisierte Gewalt sexueller Missbrauch
Veröffentlicht in:Sport-Orthopädie - Sport-Traumatologie
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2023
Online-Zugang:https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0949328X23001242
Jahrgang:39
Heft:2
Seiten:145-154
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch