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Ein Ende ist nicht in Sicht - 20 Jahre Weltschwimmsport von 1999-2019

Anhand der langjährigen Entwicklung des Sportschwimmens wird der Einfluss der gesellschaftlichen Entwicklung auf die sportlichen Leistungen nachgewiesen. Während die beiden Weltkriege mit einem Leistungseinbruch verbunden waren, führte der "Kalte Krieg" zu einem Leistungsboom, der unter anderem auf Dopingmissbrauch zurückzuführen ist. Mit dem Zerfall des Ostblocks war auch dessen Leistungssportförderung erschüttert. Wurden 1988 in Tokio noch 60,8% der Medaillen erreicht, so waren es vier Jahre später in Barcelona nur noch 31,9%. Eine strengere und umfassende Dopingkontrolle tat das übrige. Aber mit dem "textilen Doping" (Hightech-Schwimmanzüge) wurde im Olympiazyklus 2005-2008 mit 113 Weltrekorden ein neuer Gipfel erreicht. Lange Zeit wurde angenommen, dass diese Rekorde von ewigen Bestand seien. Aber im aktuellen Olympiazyklus wurden bereits 20 Weltrekorde geschwommen und das Olympiajahr 2020 steht noch bevor. Damit haben sich die Worte von Frucht aus dem Jahre 1960 bestätigt, "dass Verbesserungen der menschlichen Leistungsfähigkeit im Sport im Laufe der Zeit immer seltener werden und immer kleinere Werte annehmen werden, dass ein Ende aber nicht abzusehen ist, solange nur trainiert wird und Wettkämpfe stattfinden" (S. 31). Im weiteren Text wird auf die Ursachen dieser Entwicklung eingegangen: Wirksamkeit der Nachwuchskonzeptionen, Wettkampfvielfalt und -häufigkeit, Paradigmenwechsel im Training, verstärkte Sportförderung, technologischer Einfluss und Trainer- wie Wissensaustausch durch Globalisierung. Autorreferat
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten Nachwuchssport
Veröffentlicht in:Swim & more
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2020
Online-Zugang:https://www.swimandmore.de/
Heft:1
Seiten:30-34
Dokumentenarten:Artikel
Level:mittel