Der Einfluss von Krafttraining auf die geschlechtsabhängigen Schmerzprävalenzen im Nachwuchsleistungsbasketball

(The influence of strength training on gender specific pain in junior elite basketball)

Zusammenfassung Hintergrund: Im Basketball ist der noch wachsende Bewegungsapparat biomechanisch mitunter erheblichen Kräften ausgesetzt. Schmerzen können auf eine drohende Überlastung hinweisen. Material und Methoden: 182 Basketballspieler (Ø 15,4 Jahre) der höchsten deutschen Juniorenligen (NBBL, JBBL und WNBL) wurden für eine retrospektive Online-Umfrage am Beginn der Play Offs zu Schmerzprävalenzen und Mannschafts- und Einzelkrafttrainingsgestaltung während der Saison 2016 befragt. Resultate: Mädchen leiden dabei häufiger unter atraumatischen, spiel- und trainingsbeeinträchtigenden Schmerzen kurz- (82%) und langfristig (67%) während der Saison. Insbesondere die Prävalenz stärkster Schmerzen unter vermehrter Belastung (sog. peak pain) ist bei Mädchen an Wirbelsäule und Schultern signifikant erhöht. Spezifisches Krafttraining wird häufiger von Jungen durchgeführt. Die Quantität von Maximalkrafttraining und Kraftausdauertraining im Saisonverlauf korreliert bei Mädchen in diesem Kollektiv negativ mit der Prävalenz des peak pain an der Wirbelsäule und den Schultern. Bei insgesamt erhöhtem diversifiziertem Krafttrainingsumfang fand sich diese Korrelation bei den Jungen nicht. Conclusio: Basketball assoziierte, gelenkbezogene Schmerzprävalenzen sind insbesondere bei Mädchen hoch im Saisonverlauf. Eine trainingsbedingte Verbesserung der Kraft kann Schmerzprävalenzen reduzieren, vor allem während intensiver Belastungsphasen (peak pain) an Wirbelsäule und Schultern. Abstract from author
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:biological and medical sciences sport games junior sports
Published in:Sport-Orthopädie - Sport-Traumatologie
Language:German
Published: 2018
Online Access:https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0949328X18302278
Volume:34
Issue:4
Pages:362-369
Document types:article
Level:advanced