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Leichtathletik in Training, Wettkampf und Ausbildung. 12. Jahrestagung der dvs-Kommission Leichtathletik vom 17.-18. Juni 2016 in Kassel

(Track and field in training, competition and education)

Die Schwerpunkte der Tagung waren die Vorstellung von Studienergebnissen aus der Trainings- und Bewegungswissenschaft,die Talentförderung im Nachwuchsbereich und Beiträge zur Mitgliederentwicklung in Leichtathletikvereinen und zur Leichtathletik in der Schule. Der erste Abschnitt beinhaltet drei Studien zur Trainings- und Bewegungswissenschaft in der Leichtathletik, die sich insbesondere mit Fragestellung zur Schnelligkeit und Sprinttechnik auseinandersetzen. Der erste Beitrag von Stefan Letzelter und Steffen Hertel befasst sich mit der Theorie der elementaren Schnelligkeit. Die Autoren diskutieren die Problematik der Messung der Reliabilität der Testleistungen und prüfen mittels einer Analyse von 84 Jungen und Mädchen der Altersklassen U16 und 14 die Hypothese der Unabhängigkeit von azyklischer und zyklischer elementarer Schnelligkeit und den Einfluss des Geschlechtes. Die Hamburger-Arbeitsgruppe um Klaus Mattes und Stefanie Manzer erläutert in ihren Beiträgen die Technik des maximalen Sprints. In einer Studie mit männlichen DLV-Kaderathleten konnten Mattes, Manzer und Buckwitz das Modell der "Schwung-Zug-Technik" in seinen wesentlichen Punkten bestätigen und geben dadurch Impulse für das leichtathletische Training im männlichen Kaderbereich. Auf der Grundlage der Phasenstruktur der "Schwung-Zug-Technik" beschreiben und vergleichen Manzer, Mattes und Holländer im dritten Beitrag des Abschnittes kinematische Parameter des Sprintschrittes während der Pick-Up-Beschleunigung und der maximalen Sprintgeschwindigkeit. Die Talentförderung und der Nachwuchsleistungssport sind Gegenstand der vier Beiträge die im zweiten Abschnitt. Im ersten Beitrag beschäftigt sich Wolfgang Blödorn mit dem Zusammenhang der Wettkampfleistungen in Nachbarstrecken im Bereich der Laufdisziplinen. Die Ergebnisse der Analyse von Saisonbestleistungen sollen dazu beitragen, die Talentauswahl und -förderung in Vereinen und Verbänden zu unterstützen. Winfried Vonstein stellt ein Projekt aus der Praxis zur Talentförderung in Münster vor. Cornelia Moll, llka Seidel und Klaus Bös gehen der Frage nach, welche Erfahrungen Trainer im Nachwuchsleistungssport mit der Anwendung von sportmotorischen Tests haben. In Bezug auf die Sichtung von Talenten stellt die Steigerung der diagnostischen Kompetenz durch eine Verbesserung der Trainerausbildung einen entscheidenden Punkt dar. Im dritten und letzten Abschnitt setzt sich Jens Flatau mit dem Zustand und der Zukunftsfähigkeit der deutschen Leichtathletik anhand seiner Analyse von Mitgliederentwicklungen in Leichtathletikvereinen auseinander. Die beiden letzten Artikel befassen sich mit der Leichtathletik in der Schule. Kristina lsermann beschreibt Möglichkeiten, wie die Impulse, die durch die Einführung des neuen Wettbewerbssystems Kinderleichtathletik entstanden sind, für den Sportunterricht genutzt werden können. Anhand einer Analyse der Lehrplanvorgaben für die Grundschule werden Gemeinsamkeiten und neue Ansätze für das Bewegungsfeld Laufen, Springen und Werfen herausgearbeitet. Der Einfluss der Aufgaben- und Laufstreckengestaltung auf das subjektive Belastungsempfinden von Schülerinnen und Schülern wird im Beitrag von Cathleen Kassel thematisiert.
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:strength and speed sports training science school sport junior sports
Language:German
Published: Hamburg Feldhaus, Ed. Czwalina 2018
Series:Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 272
Online Access:https://www.feldhausverlag.de/shop/EDITION-CZWALINA-Sportwissenschaft/Schriften-der-Deutschen-Vereinigung-fuer-Sportwissenschaft/Leichtathletik-in-Training-Wettkampf-und-Ausbildung::3261.html?XTCsid=vn52oohduiu9sjqljd7rcm6tr3
Pages:108
Document types:book
Level:advanced